Karnevalisten werben intensiv um Mitglieder

Von: ehg
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In eigener Sache: Der Vorstand des Fördervereins Haus des Grenzlandkarnevals mit dem Präsidenten des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise, Reiner Spiertz, an der Spitze rührt die Werbetrommel für die Kabarett-Veranstaltung am Freitag, 2. Oktober 2015, zugunsten der Erweiterung im Haus Balbinastraße 5. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der Förderverein Haus des Grenzlandkarnevals hatte zwar im letzten Jahr einen Zuwachs von sechs Mitgliedern zu verzeichnen. Die Entwicklung liege aber weit hinter den Erwartungen zurück, bedauerte der Präsident des Verbandes Aachener Grenzlandkrise und Vorsitzende des Vereins, Reiner Spiertz, auf der Jahreshauptversammlung.

Insbesondere, dass sich bisher nur 35 von 162 Vereinen des Verbandes zu einer Mitgliedschaft entschlossen hätten. Er hoffe, dass die intensiv betriebene Werbung in absehbarer Zeit Erfolge zeitigen werde. Mit großem Bedauern stellte er fest: „Wir können nur noch zwei Wirtschaftsunternehmen zu unseren Mitgliedern zählen.“. Der Vorstand des Fördervereins werde in 2015 in seinem Bemühen nicht erlahmen, die Wirtschaft des Verbandsgebiets für die Sache Haus des Grenzlandkarnevals zu gewinnen. Spiertz dankte den derzeitigen Mitgliedern für die wiederum gewährte Unterstützung.

In den Vorstandssitzungen wurde vor allem die unbedingt notwendige Erweiterung des Hauses beraten. Für den Erwerb des Nachbarhauses an der Balbinastraße 5 habe er sich bemüht, so Spiertz, Sponsoren zu finden, um die 80.000 Euro Kaufpreis aufbringen zu können. Aber leider nicht mit dem erhofften Erfolg.

Deshalb waren alle Unternehmen, Gewerbetreibende und selbständig Tätigen in Würselen, Alsdorf, Herzogenrath und Würselen mit der Bitte angeschrieben, den Förderverein beim Kauf des Hauses unter die Arme zu greifen. Diese Aktion erbrachte „nur“ 6000 Euro, so dass nach weiteren Einnahmemöglichkeiten Ausschau gehalten werden müsse. Eine Möglichkeit hatte man in der Benefizveranstaltung am 20. März in der Stadthalle Alsdorf gesehen. Diese musste aber wegen einer schweren Erkrankung von „Zugpferd“ Jürgen Beckers abgesagt werden.

Um diese Veranstaltung nicht ausfallen zu lassen, wurde sie auf den 2. Oktober neu terminiert. Bernd Stelter (Köln), der Kölscheste Westfale in NRW, die Vollblutkarnevalistin „Änne aus Dröpplingsen“ (Monika Badtke) sowie Ruprechts Bauchredner Klaus und Willi werden dann die Garanten für einen äußerst unterhaltsamen Kabarettabend sein. Spiertz hofft darauf, dass der Kartenvorverkauf bald wieder anziehen wird.

Mit Freude konnte der Vorsitzende des Vereins auf das verweisen, was sich im Laufe des verflossenen Jahres an der Balbinastraße 3 getan hat. Der Archivraum im ersten Obergeschoss wurde zum Hauptarchivierungsraum umgestaltet, der Ausstellungsraum im Erdgeschoss wieder so hergerichtet, dass interessierten Gästen viel von dem präsentiert werden kann, was bereits gesammelt worden ist. Im Keller wurde die Heizung erweitert, so dass auch die dort tätigen Mitarbeiter im Winter arbeiten können.

Im Ordensarchiv mit seinen mehr als 14.000 Exemplaren müssen die derzeit genutzten Kunststoffregale gegen stabile und rostfreie Regale ausgetauscht werden. Es handelt sich dabei um eine Investition von 15.000 Euro. Hierfür liegen Förderzusagen der NRW-Stiftung und der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen vor.

Die Regale aus rostfreiem Stahl befinden sich in Arbeit und werden noch in diesem Jahr geliefert werden. Die Software muss umfangreich überarbeitetet und angepasst werden. Darüber werden derzeit Gespräche mit Informatikern geführt. Über zwei bis drei Jahre verteilt, rechnet Spiertz mit 10.000 Euro an Kosten, die anfallen werden. Was immer noch kostengünstiger sei als eine komplette neue Anlage.

Die Funktionalität des Hauses wurde durch handwerkliche Eigenleistung weiter verbessert. Für ihren unermüdlichen Einsatz bedankte er sich bei Archivar Bernd Simons und dem handwerklichen Hausmeister Karl-Robert Weber.

Was noch am Haus fehlt, ist das Wandflies, das an der Vorderseite zwischen den Fenstern des Erd- und des 1. Geschosses angebracht werden soll. Zuversichtlich ist der Förderverein, dass daraus in diesem Jahr etwas werden wird. Ein großer Erfolg war wiederum der Besuch der Tollitäten aus dem Verbandsgebiet an der Balbina–straße 3. Mehr als 30 Vereine gaben sich mit ihnen ein Stelldichein und waren begeistert von dem, was in den verflossenen Jahren an Brauchtumspflege geleistet worden ist.

Rund 70.000 Archivalien sind im Computersystem archiviert. Einzelne von ihnen reichen zurück bis zum Jahre 1879. Rund 15.000 liegen vor, die noch erfasst werden müssen. Es werden noch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die bei der Archivierung und Dokumentation mit Hand anlegen können.

Dass es auf lange Sicht im Haus Balbinastraße 3 eng werden würde, dass habe der Verband durchaus erahnt, als er es im Jahre 2006 von der Stadt gepachtet habe. Nicht gerechnet habe man aber damit, dass das so schnell gehen würde. Spiertz will auch weiterhin die Werbetrommel für das Projekt rühren.

Dass weitere 300.000 Euro in die künftige Nutzung der Balbina–straße 5 investiert werden müssen, ließ er nicht unerwähnt. Spiertz sagte, er hoffe, eine Reihe alter und neuer Fördertöpfe in naher Zukunft aufmachen zu können. Man werde sich bei der Arbeit an der Finanzierung nicht unter Zeitdruck setzen.

Einen detaillierten Finanzbericht legte Kassenwart Hans-Josef Frentzen vor. „Abgesegnet“ wurde er in Bezug auf ordnungsgemäße Führung der finanziellen Geschäfte von Kassenprüfer Wolfgang Eichelmann. Danach schritt die Jahreshauptversammlung voller Zuversicht zu neuen Taten, das Ziel Balbina-straße 5 klar im Visier.

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