Karneval: Ordnungskräfte sind verstärkt im Einsatz

Von: Beatrix Oprée
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Verantwortung aller eingefordert: Auch ohne „Sprit“ lässt es sich feiern, Alkoholexzesse soll es in der Rodastadt nicht geben. Foto: stock/epd

Nordkreis. „Jugendfrei“ und vor allem sicher soll der Karneval auch in der Rodastadt sein. Stadtverwaltung, Stadtjugendring, Karnevalisten und Polizei ziehen wieder an einem Strang, um unschöne Auswüchse an den tollen Tagen zu verhindern.

Schon morgens um 7 am Fettdonnerstag werden daher in Kooperation mit der Polizei der Bahnhofsvorplatz von gemeinsamen Streifen im Blick gehalten. Gegen 10 Uhr wandert dann das Hauptaugenmerk in Richtung Zentrum, wo das Rathaus gestürmt wird. Im Visier der Ordnungshüter sind zudem der Kohlscheider Markt und der Bereich um die großen Schulen in Merkstein, wie Manfred Sickert, Bereichsleiter öffentliche Ordnung, erläutert.

Ab 15 Uhr dann gilt die besondere Aufmerksamkeit dem Treiben rund ums Festzelt an der Bergerstraße. Klare Auflagen haben Betreiber und Besucher zu befolgen: 880 Leute dürfen im Zelt feiern, der Rest muss sich draußen tummeln, unter anderem in der glasfreien Zone ringsum, die am Fettdonnerstag ab 8 Uhr für 24 Stunden ausgewiesen wird. Ein scherbenfreier Bergerparkplatz ist das Ziel, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Ob Glasflaschen oder -behälter mitgebracht werden, wird genauso kontrolliert wie das Alter der Feierwütigen, entsprechend werden Armbändchen verteilt.

Alle im bunten Treiben Verantwortlichen, Veranstalte rund Wirte, sind im Vorfeld informiert worden, mit dem Thema Alkohol sensibel umzugehen. Will heißen: Das Jugendschutzgesetz streng einzuhalten. Dazu erfolgt auch der besondere Hinweis von Bürgermeister Christoph von den Driesch an alle Erwachsenen, mit darauf zu achten, wo Jugendliche dem Alkohol frönen respektive nicht gar selbst beim Kauf als „Strohmann“ tätig zu werden: „Jeder trägt eine Mitverantwortung.“ Das Team der mobilen Jugendarbeit wird am Festzelt als Anlaufstelle vertreten sein, ebenso „Peers“, eingewiesene Jugendliche, die sich mit aufmerksamem Blick unter die Feiernden mischen. Infoflyer für Eltern und Kinder sind in bereits in Kitas und Schulen verteilt worden. „Bisher ist immer alles ohne große Probleme abgelaufen“, sagt Bernd Krott, Bereichsleiter Jugend, „hoffen wir, dass das so bleibt.“

Auch die Ereignisse von Köln haben die Verantwortlichen im Blick: Ausschreitungen, Diebstähle, sexuelle Übergriffe – dazu soll es erst gar nicht kommen. Eine verstärkte Polizeipräsenz habe der Polizeipräsident an den Karnevalstagen den Bürgermeistern bei der jüngsten Sicherheitskonferenz denn auch zugesagt, berichtet Christoph von den Driesch und stellt fest, dass man einem Bittschreiben der Kölner Oberbürgermeisterin, nicht nur verstärkt Polizei nach Köln zu entsenden, sondern auch Amtshilfe seitens der Ordnungsämter zu leisten, nicht habe nachkommen können: „Auch wir haben Karneval!“ So werden in der Städteregion auch alle Umzüge stärker polizeilich begleitet als in den Vorjahren, „um das Sicherheitsgefühl zu stärken und bei Bedarf sofort einschreiten zu können“.

Mit Hilfe des Ehrenamtler-Teams wird zudem Aufklärungsarbeit in den Flüchtlingsunterkünften geleistet. Zum einen hängt in diversen Sprachen eine Info der Bezirksregierung Arnsberg aus mit dem Appell zu Toleranz und Respekt gegenüber jedem, der feiern will, Männern wie Frauen. Zum anderen wird in persönlicher Ansprache informiert, ist ein zusätzlicher Flyer in Arbeit.

Flüchtlinge sind ausdrücklich zum Mitfeiern eingeladen. Auch bei den acht speziellen und auf alle Fälle alkoholfreien Kinderkarneval-Veranstaltungen in den Stadtteilen, wie Franz-Josef Kempen, Vorsitzender des Stadtjugendrings, versichert .

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