Karneval ist immer

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
als_kölle_bu
Gezielte Pointen der anderen Art: „Knubbelefutz und Schmalbedaach” überzeugten mit ihrem Programm. Foto: Eliza Zander

Alsdorf. Wenn am Aschermittwoch die für Karnevalisten schönste Jahreszeit zu Ende geht, breitet sich unter den Jecken große Trauer aus. Einige können es kaum erwarten, dass am 11.11. wieder die Karnevalszeit eingeläutet wird, wieder geschunkelt, getanzt und gefeiert wird.

Doch es gibt auch Zeitgenossen, die können all das nicht abwarten. Und die waren jetzt in der Alsdorfer Stadthalle. Denn da präsentierte Jürgen B. Hausmann alias Jürgen Beckers den 3. Rheinischen Abend, Stammtisch der Kölner Karnevalisten 1951.

Wie schon in den vergangenen Jahren hatte der Kölner Verein eine breite Palette an Künstlern dabei, die das Zwerchfell der Zuschauer stark strapazierten. So auch „Knubbelefutz und Schmalbedaach”.

Das als Clowns verkleidete Duo aus Bad Honnef lieferte Gags am laufenden Band, dabei immer darauf bedacht, nicht abgegriffene Pointen zu wiederholen, sondern überraschende und ausgefallene Effekte zu präsentieren. So fragt Knubbelefutz nach dem Befinden von Schmalbedaach, der vor kurzem aus dem Urlaub aus Bayern wiedergekommen war und eine gesunde, braune Gesichtsfarbe angenommen hatte. „Schrecklich war es”, jammert Schmalbedaach. „Und das ist nicht braun, das ist Rost.”

Das Duo bildete eine schöne Abwechslung zu sonst häufig sich überschneidenden Witzen bei karnevalistischen Rednern. Unterstützt wurden die beiden von zwei Puppen, die das Abbild ihrer selbst darstellten.

Das vielfältige Programm bot auch musikalische Höhepunkte dar, wie die „Cölln Girls” oder „De Neppeser”, die mit peppigen Liedern das Publikum von den Stühlen holten.

Eine etwas andere Darbietung kam von Carl Plückthun, der als „1. Kölner Weinkönigin” alle verzückte. Wie er an den Job gekommen ist? „Die Stadt Köln suchte eine Weinkönigin, circa 19, repräsentativ, von Anmut und trinkfest - da war ich die perfekte Besetzung.”

Neben gezielten Pointen lernte man während des Auftritts eine Menge über Wein. Etwa: „Den Wein, den kippt man nicht so einfach rein, der Wein, der will verkostet sein.” Abgerundet wurde der Abend durch seinen Moderator, Jürgen Beckers, der in altbekannter Manier, mit Witz und Charme durch das Programm führte. Eine gelungene Veranstaltung, die für das nächste Jahr bereits einen festen Termin im Kalender hat.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert