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Karneval barrierefrei: Frohsinn auf Bühne und im Saal

Von: ehg
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Meisterhaft: Jugendmarie Marlien begeisterte das Publikum mit ihrem gekonnten Tanz. Foto: Wolfgang Sevenich
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Fördervereins, Werner Breuer (li) bedankte sich bei Hubert Mertens (Scharwache) Bürgermeister Arno Nelles, und Marcel Schröder (Ülle) und Michael Dörsch. Foto: W.Sevenich

Würselen. Spaß an der Freud‘ fanden mehrere Stunden lang rund 400 behinderte und nichtbehinderte Karnevalsfreunde. Vor allem die meist kostümierten Närrinnen und Narren mit Handicap ließen es so richtig krachen, als sie in das bunte Treiben auf der Bühne und im Saal einbezogen wurden.

Dieses Mal war die kurzweilige barrierefreie Karnevalssitzung im Zeichen der Inklusion eine gemeinschaftliche Produktion der KG Scharwache Alsdorf und der KG Au Ülle Würselen, unterstützt vom Förderverein des Caritas-Behindertenwerks unter Vorsitz von Würselens Ex-Bürgermeister Werner Breuer und organisiert von Lothar Mertens (Caritas). Moderiert wurde sie von Präsident Hubert Mertens und Ülle-Vizepräsident Marcel Schröder, mit einem Elferrat in grün-gelb-roten Schwalbenschwänzen.

Ehrenamtler im Einsatz

Aus den sechs Behinderten-Werkstätten der Caritas innerhalb der Städteregion waren sie in die Aula an der Klosterstraße chauffiert worden. Herzlich willkommen hieß sie Bürgermeister Arno Nelles. Er bedankte sich bei allen Akteuren auf und hinter der Bühne für ihr ehrenamtliches Engagement, nicht zuletzt bei den vielen Tänzerinnen in ihren schmucken Garde- oder Showtanzkostümen, die ein farbenprächtiges Bild nach dem anderen auf die Bühne zauberten. Erst recht freute sich der Geschäftsführer des Behindertenwerks, Michael Doersch, darüber, dass die karnevalistische Veranstaltung auch in 2014 wieder stattfinden konnte.

Sein Dank galt neben den Organisatoren den zahlreichen Auftretenden, die für „Gottes Lohn“ ihren Beitrag dazu leisteten. Zum „Warm up“ haute die Band „Oldtimer and the good Friends“ (Alsdorf) unter Leitung von Mario Beckers kräftig auf die Pauke. Der Boden für stimmungsvolle Stunden des Frohsinns und der Heiterkeit war bereitet. Der düvelstädtische Kinderprinz Lucas I. (Fuhrmann) marschierte in Begleitung einer „Hölze-Päed“-Abordnung samt Hofstaat auf.

Tänzerisch setzten sich die Bambini der Schwarwache und die Jugendgarde der Au Ülle in Szene. Der erste, aber längst nicht letzte hochherrschaftliche Besuch stellte sich aus der ehemaligen Bergbaustadt ein. Frank II. (Breuer) machte mit Prinzessin Sandra, begleitet von den Prinzenführern Jürgen Körver und Willi Wiedemann, seine Aufwartung. Ihnen wurde ein herzlicher Empfang bereitet.

Mit „Jod Jek“ von jenseits der niederländischen Grenze ging die Post ab. Nicht nur musikalisch kamen sie groß heraus, sondern auch wegen ihrer farbenprächtigen Outfits. Da sind die „Limburger“ unschlagbar! Der Teppich war ausgerollt für das Prinzenpaar aus Baesweiler, Dieter (Schönebeck) und Edith, mit Prinzenführer Andreas Kick. Die Tollitäten baten die Gäste im Saal zum Tänzchen auf die Bühne.

Eine gemischte Garde der Scharwache beeindruckte durch ihre Tänze in Grün und Gelb. Mit auf eine Reise von der „Rebe bis zum Wein“ nahmen die Showtänzerinnen der Au Ülle ihr närrisches Völkchen. Der „Elvis“-Stimmungsmacher „Tzwen Gpunkt“ (Sven Gärtner) heizte noch einmal die Stimmung an. Bei seiner Polonaise ließen sich die Narren nicht zweimal bitten. Die Freude an diesem geselligen Spiel stand ihnen ins Gesicht geschrieben.

Die Augen liefen über, als das Dreigestirn der Düvelstadt, Prinz Harald I., Bauer Achim und Jungfrau Gregoria, zu Klängen des Bundestambourkorps‘ „Alte Kameraden“ mit Prinzengarde mit Kommandant Hans Bücken, Komitee-Geschäftsführer Heinz Horbach sowie Hoffräuleins, Rittern und Knappen Einzug in den Würselener Gürzenich hielt. Ganz wie in Köln! Während die Jungfrau ihren ganzen „Scharm“ spielen ließ, demonstrierte der Bauer seine Deftigkeit. „Diese Veranstaltung muss weiter leben!“, sprach Prinz Harald I. dem Publikum aus der Seele.

Versteigerung zum guten Zweck

Die Gäste machten dem Trifolium selbst gemalte Bilder zum Geschenk. Ein Bild wird beim Empfang, den der Prinz am Samstag, 25. Januar, ab 19 Uhr für alle Narren in der Aula an der Klosterstraße gibt, versteigert. Der Erlös kommt dem sozialen Projekt des Dreigestirns zugute. Womit die Gäste der inklusiven Karnevalsparty mit leuchtendem Beispiel vorangehen, wenn es darum geht, Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind.

Mit leicht angekratzter Stimme lud der Prinz nicht nur beim „Hey Wöschele, hey jehüür ich hin“ – zur Melodie der „Höhner“ – zum Mitsingen ein. Ein letztes Tänzchen legte temperamentvoll das Mariechen der WKV-Prinzengarde, Melanie Kreutzer, aufs Parkett. Dann fiel der Vorhang – hoffentlich nur für ein Jahr.

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