Würselen - Kapellenfeldchen in Würselen: Ausbaubeschluss gefasst

Kapellenfeldchen in Würselen: Ausbaubeschluss gefasst

Von: Georg Pinzek
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Alle Straßen und Wege im Baugebiet „Kappelfeldchen“ werden verkehrsberuhigt ausgebaut: Mittendrin ist ein Grünzug als Parkanlage vorgesehen. Erst wenn fast alle Häuser errichtet sind, sollen die abschließenden Tiefbauarbeiten beginnen. Foto: Georg Pinzek
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Alle Straßen und Wege im Baugebiet „Kappelfeldchen“ werden verkehrsberuhigt ausgebaut: Mittendrin ist ein Grünzug als Parkanlage vorgesehen. Erst wenn fast alle Häuser errichtet sind, sollen die abschließenden Tiefbauarbeiten beginnen. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Wie viele Arbeiter und Handwerker täglich im Baugebiet „Kapellenfeldchen“ tätig sind, das lässt sich kaum überblicken. Mehrer 100 Baufahrzeuge frequentieren die provisorischen Straßen ab den frühen Morgenstunden.

Mit über 200 Grundstücken für Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser ist das Baugebiet das größte in der Würselener Stadtgeschichte. In das Baugebiet fließt ein Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro, allein 20 Millionen Euro von der Bauland Würselen für die Erschließung und die Gestaltung des Wohnquartiers für 750 Einwohner. Mit dem Ausbau der Verkehrsflächen und Grünanlagen befasste sich jetzt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr.

Das Gebiet soll als verkehrsberuhigter Bereich („Spielstraße“) ausgebaut werden. Für Verkehrsflächen sind graue Betonsteinpflaster vorgesehen, für „Aufmerksamkeitsfelder“ auf Kreuzungen rote Pflastersteine. Parkflächen werden mit anthrazitfarbenen Steinen gepflastert. 50 Bäume sollen gepflanzt werden, 40 davon im Quartier selbst, das mit einer Grünanlage aufgewertet werden soll. Die übrigen zehn Bäume werden voraussichtlich in der ökologischen Ausgleichsfläche am Duffesheider Weg gepflanzt.

Noch herrscht aber eben mächtig Betrieb auf den Baustraßen: So lange die teils schweren Baufahrzeuge und Umzugswagen das Neubaugebiet ansteuern, sollen die Tiefbauer noch nicht geordert werden. Das wäre auch wenig sinnvoll. In der zweiten Hälfte dieses Jahres soll aber laut Stadtverwaltung der 1. Abschnitt ausgeschrieben werden. Die Grünanlagen sollen im Herbst/Winter hergerichtet und bepflanzt werden. Ab 2015 sollen dann die kleineren Verbindungen und Stichstraßen ausgebaut werden, je nach Baufortschritt der Wohnhäuser.

Spielgeräte für alle

Die „gut gelungene Planung“ heimste bei SPD-Fraktionsvorsitzenden Christoph Küppers großes Lob ein. Dass nicht nur Spielgeräte für Kinder, sondern auch Geräte, die dem Bewegungsdrang älterer Generationen Rechnung tragen, aufgestellt werden sollen, wurde von den Sozialdemokraten positiv bewertet. Im Namen der Christdemokraten dankte Sprecher Balthasar Tirtey dem Seniorenbeauftragen Dieter Juschka für diese Initiative. „Ich freue mich sehr, dass diese Anregung in die Planung aufgenommen worden ist“, bekräftige Juschka.

Er setzte sich außerdem dafür ein, dass für Senioren ausreichend viele Ruhebänke im Quartier aufgestellt werden. „Für einen von uns gewünschten Unterstand, damit sich Senioren auch bei Regenwetter dort treffen können, seien offenkundig keine finanziellen Mittel da“, bedauerte Juschka. Er setzte aber darauf, dass sich dafür möglicherweise noch Sponsoren finden werden. Dass Spender für den Bau einer kleinen Kapelle in der Grünanlage von „Kapellenfeldchen“ zu finden sein werden, davon zeigte er sich überzeugt.

Sorgen bereitete Tirtey, ob das zehn Zentimeter dicke Pflaster nicht zu schnell Schaden nehme werde und verwies auf negative Beispiele wie die Neuhauser Straße und die Gouleystraße. Die Planer beruhigten: Bei einem den Standards entsprechenden Unterbau drohe keine Gefahr.

Die Sprecher aller Fraktionen begrüßten schließlich die Ausbaupläne. Insgesamt werden 62 „Stadtleuchten“ mit LED-Lampen in dem Wohnviertel aufgestellt. An der Zufahrt vom Kreisverkehr in das Baugebiet werden zwei Säuleneichen gepflanzt. An der Zuwegung An der Marienhöhe werden in der Grünanlage zwei Feldahorne und ein Säulenamberbaum gesetzt. Auf den Pflanzscheiben an den Straßenrändern und in der zentralen Grünfläche werden „Bäume des Jahres“ verschiedener Arten gepflanzt.

Ausschussvorsitzender Hans Carduck resümierte: „Ich freue mich auf den krönenden Abschluss nicht nur des größten, sondern wohl auch des erfolgreichsten Baugebiets in der Stadtgeschichte.“

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