Würselen - Kaninsberg: Separater Bebauungsplan als Lösung?

Kaninsberg: Separater Bebauungsplan als Lösung?

Von: clg
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Würselen. Schon zum zweiten Mal ist es im Ausschuss für Stadtentwicklung um die Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 9 (Oppener Straße, Am alten Kaninsberg, Gerhart-Hauptmann-Straße und Ankerstraße) gegangen.

Zur Begründung führte die Verwaltung aus, der Planbereich sei inzwischen komplett bebaut.

Seine Festsetzungen seien bei An- und Ausbauvorhaben häufig nicht hilfreich und teilweise aufgrund der mehrfachen Änderungen nicht eindeutig.

Nach der Aufhebung des Planes seien Vorhaben zulässig, „wenn sie sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen”. Und gerade darin liegt der Knackpunkt.

Steht doch am alten Kaninsberg ein viergeschossiges Gebäude, das in seiner Höhe Begehrlichkeiten wecken könnte.

Wieder viergeschossig?

Es bestehe im Augenblick „keine konkrete Gefahr”, bemühte sich Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann darum, die Bedenken des Ausschusses auszuräumen.

Doch musste er einräumen, es könne viergeschossig neu gebaut werden, wenn das Gebäude abgerissen werde.

„Wir können nicht so verfahren”, hatte CDU-Sprecher Balthasar Tirtey angesichts der Rechtslage große Bauchschmerzen.

„Haben wir noch eine Handhabe, kann der Antragsteller Rechtsansprüche ableiten?”, fragte SPD-Fraktionschef Stefan Mix.

„Wenn ein Antrag gestellt wird, können wir immer noch durch eine Veränderungssperre reagieren”, antwortete Schmitz-Gehrmann.

Einen separaten Bebauungsplan für den Bereich mit dem viergeschossigen Gebäude aufzustellen, schlug Franz-Josef Hammers (UWG) vor - was Schmitz-Gehrmann als einen möglichen Weg bezeichnete.

Er wandte jedoch ein, dass dies mit einer Menge zusätzlicher Arbeit verbunden sein werde.

Die Verwaltung soll sich nun mit der Klärung der rechtlichen Fragen intensiv befassen, beschloss der Ausschuss.
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