Kammermusikkreis begeisterte Publikum

Von: ehg
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Aufmerksam lauschende Musikfreunde: Unter der souveränen Stabführung von Julia Prinsen-Feneberg gaben die Mitglieder des Kammerensembles ihr Bestes. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „Musik darf das Ohr nie beleidigen, sondern muss vergnügen.“ Mit diesen Worten von Wolfgang Amadeus Mozart begrüßte Hans-Peter Pütz im Namen des Gemeindeausschusses St. Marien zahlreiche Freunde der Kammermusik in der Pfarrkirche. Mozarts Anspruch gerecht zu werden, darum war der 20-köpfige Kammermusikkreis der Stadt Würselen unter der souveränen Stabführung von Julia Prinsen-Feneberg zwei Stunden lang voller Spielfreude bemüht.

 Den Boden für die einzelnen anspruchsvollen Darbietungen bereitete Lorenz van Treeck durch seine hintergründigen Einführungen. Mit „Herzwunden“ und „Letzter Frühling“, zwei weniger bekannten Kompositionen von Edvard Grieg, stimmte das Orchester in den gelungenen Konzertabend einfühlsam-melancholisch ein. Zuvor brachte van Treeck die von Grieg vertonten Gedichte des Aasmund Olaufsson Vinje zu Gehör. In Worten und Tönen spiegelte sich die norwegische Seele. Dynamisch und kraftvoll brachte das harmonisch besetzte Orchester die elegischen Melodien zu Gehör. Als Gegenstück dazu Georg Phi-lipp Telemanns „Don Quichotte Suite“ für Streicher und Cembalo. Es war ein musikalischer Hochgenuss, den der Kammermusikkreis seinen Besuchern bereitete.

Leuchtende Flötenmelodie

Die Musiker hatten sich derart ins Zug gelegt, dass selbst die Dirigentin Julia Prinsen-Feneberg allen Grund hatte, ihnen für ihre überzeugende Leistung zu applaudieren. Zur Einstimmung in „Largo und Allegro“ für Soloflöte und Streichorchester von Peter Tschaikowsky las Lorenz van Treeck Auszüge aus einem Brief des Komponisten. Darin gab der unter Depressionen leidende russische Meister zu verstehen: „Die Musik ist die schönste Gabe des Himmels für einen Menschen, der im Dunkeln irrt.“

Über der vom Orchester subtil verbreiteten Dunkelheit leuchtete die Flötenmelodie auf. Dabei brillierte der erst 16 Jahre alte Flötist Marcel Oleniecki, mehrfacher Preisträger im Wettbewerb „Jugend musiziert“ und heutiger Schüler der Soloflötistin Stefanie Faust. Das Spiel des jungen Flötisten besiegte die Schwermut, so dass es am Ende zu einem freudigen Finale kam. Nach der Pause zog der junge Flötensolist sein Publikum, wunderbar unterstützt vom Orchester, ein zweites Mal in seinen Bann. Dann noch einmal der Meister der Wiener Klassik, Wolfgang Amadeus Mozart, in der festlich illuminierten Kirche St. Marien: Das Orchester zelebrierte unter Julia Prinsen-Feneberg in der dargebotenen Sinfonie in G-Dur, die Mozart im Alter von 16 Jahren zu Papier brachte, den Zusammenklang der Instrumente.

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