Würselen - Kammerchor Aachen singt auf hohem Niveau in Pius X.

Kammerchor Aachen singt auf hohem Niveau in Pius X.

Von: ehg
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Gaudete in Pius X.: Der Aachener Kammerchor wusste zu überzeugen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Unter dem Motto „Gaudete“ (Freuet euch) gab der 1981 gegründete rund 30-köpfige Kammerchor Aachen, der sich aus professionellen Musikern ebenso wie Laien zusammensetzt, unter der souveränen Stabführung von Martin te Laak in der Pius X-Kirche ein auf hohem Niveau angesiedeltes und anspruchsvolles weihnachtliches Konzert.

Dabei schlug er den Bogen vom Barock bis zur Avantgarde und kostete dabei die einmalige Akustik des Kirchenraumes in vollen Zügen aus.

Mit „O-vad-glädje-infran-Gud“ des zeitgenössischen schwedischen Komponisten Mats Aberg, das auch die Regensburger Domspatzen in ihrem reichen Repertoire ihr Eigen nennen, begrüßte der Kammerchor Aachen die (leider!) nicht allzu große Zahl der Konzertbesucher. Eine Kostprobe hochkarätiger neuzeitlicher Kammermusik nach Maß!

Als Kontrast dazu bot er brillant Johann Sebastian Bachs Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“. Es folgte als weiterer Hochgenuss das von dem 1908 in Nürnberg geborenen Hugo Distler, der als bedeutendster Vertreter der Erneuerungsbewegung der evangelischen Kirche gilt, arrangierte mehrstimmige „Wachet auf, ruft uns die Stimme“.

Ein weiterer zeitgenössischer schwedischer Komponist, Anders Öhrwall, kam beim Kammerchor Aachen zu höchsten Ehren. Erzählt wurde in einem elfteiligen musikalischen Bilderbogen, bestehend aus a-cappella-Chorsätzen des Mittelalters, die Geschichte von der Geburt Jesu im Stall von Bethlehem, wie sie vom Evangelisten Lukas überliefert ist.

Die verbindenden Worte sprach Almuth Müller. Untermalt wurden die Gesänge von einem harmonisch abgestimmten Blockflöten-Ensemble mit der Stimmführerin Almuth Müller sowie mit Emely Appuhn, Leonie Bongers, Charlotte Pape und Theresa Perse, aber auch von Rainer Bartz (Violoncello).

Sodann hallte das Gotteshaus wider vom gewaltigen „Tochter Zion“ von Georg Friedel Händel, arrangiert vom künstlerischen Leiter des Chores. Als Kontrast zu dem barocken Werk intonierten die sangesfreudigen Sängerinnen und Sänger das „Once upon a silent night“ des zeitgenössischen Schweizer Komponisten Jerry Ray nach der Melodie von Franz Gruber. Stimmungsvoll schloss sich der Kreis mit dem höchst feierlichen „Adeste Fideles“, in einer kunstvollen Bearbeitung von Wade/Wilchocks.

Als Gesangsolisten setzten sich die beiden Sopranistinnen Almuth Müller und Angelika Neumann bei Bachs barockem Chorsatz überzeugend in Szene. Eingeladen zum Mitsingen beziehungsweise -summen waren die begeisterten Konzertbesucher nicht nur bei „Freut euch, ihr Christen“, sondern auch bei „Tochter Zion“ und „Silent night, holy night“.

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