Kalkhalde muss begehbar sein

Von: ehg
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Würselen. Zähneknirschend hat der Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement durch einstimmigen Beschluss die Verwaltung beauftragt, die kleine Kalkhalde an der Elchenrather Straße wieder instandzusetzen.

Er wollte sich nämlich von Landschaftsarchtiekt Professor Hinnerk Wehberg, der die Pläne zur Gestaltung des Areals erarbeitet hatte, nicht vorschreiben lassen, welche Materialien bei der Instandsetzung Verwendung finden sollen. Mit CDU-Sprecher Joseph Bongard stimmte Frank Zimmer (SPD) darin überein, „dass wir die Herren des Verfahrens sind”. Dass die Sicherheit gewährleistet werden müsse, daran bestand kein Zweifel.

Die Verwaltung zur Sachlage: Zum allgemeinen Bedauern sei besonders die kleine Kalkhalde stets von Vandalismus heimgesucht worden, auch im Rahmen von Diebstählen. Die Edelstahlnetze an Treppen seien mutwillig zerstört und zum Großteil entfernt worden. An einigen Stellen bestehe Absturzgefahr. Weiterhin beklagt die Verwaltung den Diebstahl von Treppenstufen und Gitterrosten, die als Podeste dienen, „in nicht unerheblichem Umfang”.

Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht sind die Zugänge zur kleinen Kalkhalde daher gesperrt worden. In der Vergangenheit waren die Sachbeschädigungen an den Zaunelementen wiederholt in Eigenleistung zeitaufwändig repariert. Das war möglich, solange die Netze noch vorhanden waren, die nun gestohlen wurden.

Die Verwaltung schlug deshalb vor, anstelle der Edelstahlnetze „Doppelstegzaungitterelemente” anzubringen. Professor Innerk Wehberg hingegen spricht sich für eine Sanierung mit „Schweißgittermattenelementen” aus, „da diese optisch besser in das Gesamterscheinungsbild passen”. Die Verwaltung aber favorisiert weiter ihren Vorschlag, da er wesentlich robuster mit Blick auf Vandalismus sei.

Wer der Herr des Verfahrens sei, darüber klärte Technischer Beigeordneter Till von Hoegen den Ausschuss auf: Da Professor Wehberg das Urheberrechte habe, müsse die Sanierung mit ihm abgestimmt werden. Es komme kein anderes Material als Stahl in Betracht. Von Hoegen riet dem Ausschuss deswegen, der Verwaltung grünes Licht für Verhandlungen mit dem Urheber zu geben. Außerdem erinnerte er daran, dass die Stadt eine Verpflichtung dem Fördergeber gegenüber habe, die Anlage wieder zugänglich zu machen.

Also kann der Ausschuss nur darauf hoffen, dass der Professor seine Einwilligung zu einer Sanierung mit den von der Verwaltung favorisierten „Doppelsteggitterelementen” gibt.
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