Juristisches Kabarett: Anwälte und Richter im Fokus des Humors

Von: hm
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Kabarettist Werner Koczwara ist auf der Bühne immer voll und ganz in seinem Element: Vor einer Leinwand stehend zitiert er juristische Paragrafen und merkwürdige Urteile. Foto: Helena Mertens

Würselen. In seinem seidig schimmernden Anzug steht Werner Koczwara wie so oft auf der Bühne. Schmunzelnd behauptet er: „Tja, will man Gleichheit und Gerechtigkeit, dann endet das immer in einer Massenschlägerei.“

Wirft man einen Blick auf die Rezeption von Koczwara in den Medien, dann wird schnell klar: Der Mann wird hoch gelobt. Dementsprechend voll ist natürlich auch sein Terminkalender.

Zunächst hatte der Kabarettist einen Auftritt in Osnabrück, dann ging es direkt weiter nach Hannover. Jetzt legte er einen Zwischenstopp in Würselen ein und unterhielt sein Publikum im Alten Rathaus – und zwar auf grandiose und einzigartige Art und Weise. Sein neues Programm „Einer flog übers Ordnungsamt – Wahn und Witz in der Justiz“ ist wirklich zum Totlachen.

Es heißt, Werner Koczwara habe das juristische Kabarett erfunden. Er nimmt Anwälte und Richter auf die Schippe und zitiert skurrile Gesetzestexte, die kaum einer kennt und die vielleicht auch niemals jemand brauchen wird.

Wer allerdings denkt, dass er bei Koczwaras Programm als Nicht-Jurist aufgeschmissen ist, hat falsch gedacht. Denn der Kabarettist aus Schwäbisch Gmünd ist weder Anwalt noch Richter. Eigentlich hat er Amerikanistik studiert.

Bereits sein voriges Programm „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ war ein voller Erfolg. Mit dem gleichnamigen Buch wurde er prompt zum Bestsellerautor. Doch schon seit mehreren Jahrzehnten ist der Künstler alles andere als unbekannt. Seit den 1980er Jahren steht er mit den unterschiedlichsten Bühnenprogrammen im Rampenlicht. Und jenseits der grellen Scheinwerfer schrieb er Texte für „Wetten dass?“, „Verstehen Sie Spaß“ oder die „Harald-Schmidt-Show“.

Doch an diesem Abend in Würselen geht es um ganz andere Themen. In gemütlicher Atmosphäre mit Bier und Sekt hören die Zuschauer dem Kabarettisten gespannt und aufmerksam zu. Schließlich geht es um wichtige Fragen, der Künstler gibt den ein oder anderen wertvollen Tipp. Beispielsweise erklärt er, warum man besser Bischof als Papst werden sollte, oder welche Straftaten in welchem Lebensalter noch erlaubt sind. Damit sorgt er für zahlreiche Lacher an diesem durch und durch erlebenswerten Abend.

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