Junggesellen sorgen mit Teamwork für perfekte Kirmes

Von: mas
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Präzisionsarbeit: Oidtweilers Junggesellen und der Maibaum. Für die wunderbaren Kirmestage lohnt sich der große Einsatz. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Seine Augen glänzen. Auch im hohen Alter ist für den Ur-Oidtweiler Karl-Heinz Heister die Faszination Kirmes ungebrochen. Wie im jeden Jahr, so steht er auch diesmal – begleitet vom Enkel – auf dem Marktplatz und schaut mit etwa 200 weiteren Einwohnern zu, wie die Junggesellen des Dorfes den Maibaum hochwuchten.

Donnergrollen aus dem nächtlichen Himmel über der illuminierten Dreieinigkeitskirche: Als wäre es Teil der atmosphärischen Inszenierung gewesen, setzten Feuerwerksböller am späten Samstagabend ein Ausrufezeichen hinter das wilde Klanggewitter von „Mephisto“, das Mani Neumann mit seiner Formation „farfarello“ soeben durch die Hallen des passenderweise ganz in rot und blau getauchten Gotteshauses losbrechen ließ.

Obwohl vornehmlich die „Jugend“ am Vorabend im Festzelt schwer gefeiert hat, sind sie wieder da. Ohne zu schwächeln. Der Junggesellenverein Oidtweiler 1881 (JVO) hat alle aktiviert. Junge Burschen, Väter, Großväter. Kirmes heißt auch: Kräfte bündeln, vier Tage und Nächte feiern. Und das können Andi Esser, Marc Bohlinger, Stephan Heutz, Karsten Braun, Mattes Kahlen, Tobi von Ameln, Frank Redemann, Karl-Heinz Baldes und die anderen perfekt. „Unser ,Partyservice‘ ist fantastisch gelaufen“, erzählt Konstantin Kockerols, während er den Maibaum mit seinen jungen und kräftigen Schultern stützt. Die DJs Marcel Männel und Kevin Bergmann hätten bestens gewusst, was ihre Kumpel und die Mädels haben wollten.

Hervorragender Auftakt

Selbst eine Maigesellschaft aus dem Heimatdorf von Formel-1-Superstar Michael Schumacher, Kerpen-Manheim, feierte die Party in Verbundenheit mit den Oidtweiler Freunden mit durch. Die „Lustigen Buben“ fühlten sich wohl im adretten Dörfchen Oidtweiler, das seine Kirmes mit dem „Partyservice“ (inoffiziell) begonnen hatte.

Am frühen Nachmittag des Samstags müssen die von Andi Esser (Vorsitzender) geleiteten Gesellen sich den Kommandos von Hauptmann „Ferris“ Pascal Haaren unterwerfen. Um gemeinsam mit der Feuerwehr Oidtweiler und der Blaskapelle, die musikalisch das Spektakel unterlegt, den schweren Baum zu stemmen. Mit Muskelkraft, Leitern und sichernden Wehrleuten geht’s an die Arbeit – etwa 75 Minuten braucht die schnelle Truppe in Grün-Weiß, da ist er „besiegt“.

„Mit diesen Hammerschlägen ist die Kirmes eröffnet“, drischt Maikönig Marc Bohlinger den Zapf in den Baum. Ein bisschen „zauen“ müssen sich die Jungs aber auch, denn schon um 18 Uhr steht der erste Umzug für die drei Majestätenpaare und am Abend der Kirmesball auf dem Plan. Begleitet von himmlischem Wetter, wie Karsten Braun schwärmt. „Das letzte Mal Regen bei einem Umzug hatten wir vor 23 Jahren, als Mattes und Michaela Kahlen Königspaar waren.“

An Regen denken sie an diesem Kirmeswochenende aber nicht. Sondern vielmehr, was der Rest des schönen Festes an weiteren Höhepunkten bringen wird...

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