Würselen - Jungenspiel-Brauchtum in Hochform

Jungenspiel-Brauchtum in Hochform

Von: ehg
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Alle elf Spielspitzen versammelt: Der städtische Empfang in Würselen ist beste Werbung für das Brauchtum. Foto: Wolfgang Sevenich
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Hoher Besuch beim Jungenspielempfang: Martin Schulz (2.v.r) sang das Jungenspiellied mit. Der Präsident des Europaparlaments hatte sich mit dem ZDF zeitgleich zum Interview vor dem Rathaus verabredet. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Maiköniginnen und -könige, Maimägde und Ehrendamen, Maiknechte und Pritschenmeister aller elf Jungenspiele in der Stadt der Jungenspiele gaben sich im großen Saal des Rathauses ein Stelldichein. Dorthin eingeladen hatte sie Bürgermeister Arno Nelles.

 „Das ist ein herrliches Bild“, freute er sich, dass die kompletten Spielspitzen so zahlreich seiner Einladung gefolgt waren. Unter ihnen begrüßte er neben Vertretern der Polizei, der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie sowie der örtlichen Geldinstitute auch den 391. Schützenkönig der St.-Sebastianus-Schützengesellschaft 1624, Stuart Eason.

„Ohne Euch wäre unsere Stadt ärmer“, bedankte sich Nelles bei den kleinen und großen Spellsleuten, aber auch bei deren Familien und Freunden für ihr Engagement zur Pflege des Brauchtums. Es habe in der Vergangenheit viele Höhen und auch Tiefen erlebt. Seit einigen Jahren erlebe es eine Hochform. Von Jahr zu Jahr warteten die Spiele mit immer mehr tollen Paaren und auch schönen Überraschungen auf.

„Sorgen Sie weiterhin dafür, dass das Brauchtum auch in der Zukunft in dieser Hochform erhalten bleibt“, appellierte Nelles an die vielen Spells-leute in den elf Quartieren. Für Nelles war es keine Frage, „dass wir in unserer Stadt der Jungenspiele stolz auf diese Tradition sein dürfen.“ Er freue sich schon darauf, die Spiele auf den Zelten besuchen zu dürfen.

Lärmbelästigung ist ein Thema

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, bedankte sich bei der Stadt für den freundlichen Empfang mit anschließendem Umtrunk. Dass es auch rund um die Jungenspiele, was zum Beispiel Lärmbelästigung anbetreffe, derzeit einige Probleme gebe, die in Zukunft gelöst werden müssten, verschwieg er bei aller Hochstimmung nicht, die bei diesem Empfang vorherrschte.

„Wir lassen uns davon nicht unterkriegen“, hielt er die Spellsleute an, zur Lösung der Probleme ihren Beitrag zu leisten. Sein Trost: „Die Stadt steht hinter uns.“ Dank sagte Maaßen den Geldinstituten, „deren Unterstützung wir mehr denn je benötigen.“ Pressesprecher Bernd Schaffrath stellte die Spielspitzen vor, während der Bürgermeister und der AWJ-Vorsitzende sie mit der Jungenspielmedaille 2015 „dekorierte“.

Dazu gehörte bei der holden Weiblichkeit ein Küsschen in Ehren. Auf der Vorderseite der Medaille ist das 25-jährige Bestehen der Dreieckspartnerschaft Würselen, Morlaix, Réo „verewigt“. Gegenseitig spendeten sich bei der Vorstellung die Spiele reichlich Beifall, was für das harmonische Zusammenleben der Spellsleute aus elf Quartieren in der Stadt der Jungenspiele spricht. Gemeinsam wurde unter dem Maibaum auf dem Morlaixplatz das „Öm de Ustere jönnt sich de Faste uus“ angestimmt.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, der mit dem ZDF zu einem Interview verabredet war, ließ sich nicht zweimal bitten. Wie vor 40 Jahren schmetterte er aus voller Kehle mit den Spellsleuten deren „Hymne“. Nicht nur zur Freude der Bissener Maijungen. Anschließend wurde auf der Freitreppe neben dem Rathaus das obligatorische Erinnerungsfoto „geschossen“.

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