Junge Rotarier: Immer neugierig und mit vielen Fragen

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Die fünf Jung-Rotarier aus Rumänien vor der Wasseraufbereitungsanlage in Roetgen: (v.l.)Raluca Chis, Eliza Mic, Sonia Catineu, Alexandra Ciliean, Iustin Ganea Foto: Reinhard Granz

Herzogenrath. „Wir wollen die Leute bei uns zu Hause auf die Probleme unserer Umwelt aufmerksam machen und zeigen, wie wichtig das für die Zukunft ist.“ Das sagt Eliza Mic aus Herzogenraths rumänischer Partnerstadt Bistritz in Rumänien und fährt fort: „Wir sind so dankbar für die vielen Informationen, die wir bekommen haben, vor allem für die Hinweise, was wir tun können.“

Eliza gehört zu einer fünfköpfigen Gruppe rumänischer Jugendlicher von Interact Rotary Bistritz-Nasaud, der Jugendorganisation der dortigen Rotarier. Auf Einladung des Städtepartnerschaftskomitees Herzogenrath sind sie eine Woche in der Städteregion unterwegs und absolvieren ein strammes Programm zur Umweltfortbildung, das wesentlich Dr. Thomas Baum, Geschäftsführer der VSU, zusammengestellt hatte.

Müll und Wasser sind zentrale Themen. Die Liste der besuchten Orte nimmt sich schon nach wenigen Tagen mehr als respektabel aus: Wasseraufbereitungsanlage in Roetgen, Besuch der Kläranlage in Herzogenrath, Informationsvorträge im Gesundheitsamt der Städteregion und am Lehrstuhl für Umweltbiologie der RWTH Aachen, Führung durch die Müllverbrennungsanlage und der Entsorgungsanlage der AWA in Warden, dazu ein Gespräch mit der Naturschutzorganisation „BUND“. Nebenbei wurde die Burg Rode und das Kloster Rolduc besucht.

„Die sind im besten Sinne immer neugierig und haben ganz viele Fragen, das ist wirklich außergewöhnlich“, sagt Reinhard Granz, Vorsitzender des Herzogenrather Städtepartnerschaftskomitees, der die Jugendlichen zusammen mit Josef Poqué, dem Geschäftsführer des Partnerschaftskomitees, bei einigen Exkursionen begleitet hat.

Beim Pressegespräch im Herzogenrather Rathaus berichten die Jugendlichen begeistert von ihren bisherigen Eindrücken und Erfahrungen und setzen dabei individuelle Schwerpunkte. Raluca sagt, für sie sei der Besuch beim Gesundheitsamt am wichtigsten gewesen, weil sie erfahren habe, wie wichtig sauberes Wasser für die Gesundheit sei, Alexandra zeigt sich beeindruckt von der Filtertechnik im Wasserwerk Roetgen, für Sonia war der Weg der Abwasserreinigung von größtem Interesse, Iustin und Eliza sind besonders dankbar die Informationen des BUND, weil sie dort viele Tipps für ihre weitere Arbeit erhalten haben.

Die anwesenden Vertreter der Sponsoren, ohne die dieses Projekt nicht hätte realisiert werden können, sind sehr erstaunt zu hören, dass die Initiative dazu von den Jugendlichen aus Bistritz selbst ausgegangen ist, die sich an Dr. Thomas Baum mit der Bitte um weitere Informationen gewandt haben. „Kommt nach Herzogenrath, dann kann ich euch vieles zeigen“, hat Dr. Baum geantwortet.

Dank und Anerkennung

Dr. Heribert Mertens als Vertreter der Bürgerstiftung Herzogenrath und gleichzeitig Mitglied des Rotary Clubs Aachen-Charlemagne, beide Förderer des Projekts, weist auf die enorme Bedeutung des Wassers in unserer Welt hin und äußert Dank und Anerkennung für das Engagement der jungen Leute in Bistritz. Helmut Goeble, Vizepräsident des Lionsclubs Baesweiler-Herzogenrath, betont die Bedeutung ihres Einsatzes für die Umwelt. Weitere Kontakte werden vereinbart.

Europäische Dimension

Bürgermeister von den Driesch und Reinhard Granz machen dann noch die europäische Dimension eines solchen Austausches klar: Gerade im auseinanderdriftenden Europa sind solche Begegnungen von besonderer Wichtigkeit, sie helfen, den europäischen Gedanken lebendig zu halten.

„Habe gestern Bilder an meine Freunde nach Hause geschickt“, sagt ein Mädchen zum Schluss, „sie wollen alle auch nach Herzogenrath kommen.“

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