Herzogenrath - Junge Pianistin stellt Talent unter Beweis

Junge Pianistin stellt Talent unter Beweis

Von: Christoph Hahn
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Das Repertoire der Pianistin aus Zrenjanin (Serbien) reichte von Bach bis Rachmaninow. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. 16 Jahre ist sie erst jung – und trotzdem macht sie mächtig Eindruck, wenn sie sich an den Steinway-Flügel auf Burg Rode setzt. Einen derart positiven Eindruck hinterließ bei ihrem Gastspiel in Herzogenrath die Pianistin Ivana Damjanov aus der serbischen Stadt Zrenjanin.

Auch Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch und sein Kollege Dusko Radic genossen die Kunst der Pianistin. Auf den Sitzen hinter ihnen hatten zahlreiche Schüler Platz genommen – übrigens im Rahmen des Austauschs, den das Herzogenrather Gymnasium seit Jahren mit seinem Zrenjaniner Pendant im Zuge des „Minerva“-Projekts durchführt.

Reinhard Granz, Mitglied des Kuratoriums der Burg Rode, eröffnete das Konzert mit einer kurzen Rede. In seiner Amtszeit als Direktor des Herzogenrather Gymnasiums hat er den Anstoß zum Austausch gegeben.

Trotz seiner wohlgesetzen Worte war es die Musik, die den Nachmittag dominierte – auch dank des fulminanten Einstiegs mit Präludium und Fuge in h-Moll von Johann Sebastian Bach. In ihrem Spiel verband die Solistin die Strenge der Form mit einem von eher romantischem Schönheitssinn zeugenden Ansatz, eine Interpretation, von der nicht zuletzt die Geste gegen Ende des ersten Teils zeugte. Die Wiener Klassik und die Werke späterer Komponisten schienen dem Temperament der Serbin sowieso eher entgegen zu kommen.

Dieser Geist sprach aus der Brillanz und Klangmächtigkeit, mit der Ivana Damjanov Beethovens Klaviersonate „Die Jagd“ interpretierte, wie auch aus der Art ihres Zugriffs auf die Werke von Liszt und Chopin, die sie auf das Programm gesetzt hatte. Darauf fand sich auch eine Auswahl von russischen Spätromantikern wie Rachmaninow, Tschaikowskij und Skrjabin. Dass das rund eineinviertelstündige Konzert von den Veranstaltern wie von den Zuhörern ausgesprochen begeistert aufgenommen wurde, nimmt da eigentlich kaum noch Wunder.

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