Würselen - Junge Entdecker lieben ihre Experimente

Junge Entdecker lieben ihre Experimente

Von: Ilona Rütten-Sieben
Letzte Aktualisierung:
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Hui, das schäumt aber ordentlich! Die fünfjährige Greta experimentiert gern mit Pusterohr und Seifenlauge. Foto: Ilona Ruetten-Sieben

Würselen. Das Schild macht die Sache gleich klar: „Stop - Forscher!” So steht es an der Eingangstür des kleinen Raums der integrativen Kindertagesstätte „Abenteuerland”. Wenn man sie öffnet, wird man automatisch ganz leise.

So ergeht es jüngst auch Anne Rogat vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes. Eine Zeit lang beobachtet sie mit einigen Erzieherinnen die sechs Kinder, die vertieft sind in ihre spannenden Experimente. „Hallo Kinder, darf ich euch mal ganz kurz stören?” Sie darf, denn sie bringt etwas mit, auf das die Kinder schon gewartet haben: Ein Zertifikat und eine Plakette, die den DRK-Kindergarten offiziell zum „Haus der kleinen Forscher” machen.

Mit dieser Zertifizierung verbunden ist vor allem die weitere Fortbildung der Mitarbeiterinnen, die noch viele Ideen für weitere kindgerechte Versuchsreihen aus Naturwissenschaft und Technik entwickeln wollen.

Berg aus Seifenblasen

Während die fünfjährige Greta vorsichtig mit ihrem Strohhalm in einen riesigen Berg aus Seifenblasen pustet, den sie erschaffen hat, fasziniert Jonas (5) etwas ganz anderes: Je nachdem in welches Gefäß er seine immer gleiche Menge Wasser schüttet, sieht es mal mehr aus und mal weniger. „Vorher habe ich nie geforscht. Es macht aber viel Spaß, wenn ich was ausprobieren kann”, sagt er.

Seit zwei Jahren wird in der Kindertagesstätte das Projekt angeboten, das von der Bonner Stiftung „Haus der kleinen Forscher” ins Leben gerufen wurde und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ziel ist es, bei Drei- bis Sechsjährigen die Neugier auf Naturphänomene zu fördern. In der fünfgruppigen Würselener Einrichtung wird in einem eigens dafür eingerichteten Raum täglich in Kleingruppen mit unterschiedlichen Materialien experimentiert. Gezielte Forschungsangebote werden zusätzlich ein bis zwei mal in der Woche vorbereitet.

„Die frühkindliche Förderung in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften ist fest in unseren Angeboten eingebunden”, erläutert Leiterin Melanie Carduck. In der Kita mit drei integrativen und zwei Regelgruppen werden rund 90 Kinder betreut, davon 18 mit Behinderung oder besonderem Förderbedarf. Mitforschen können sie alle - die Teilnahme ist jedoch freiwillig.

Ganz frei entfalten

Die wissbegierigen Kleinen sollen sich in vielen weiteren Richtungen frei entfalten können. Wer mag, kann sich beispielsweise auch ein „Werkbankdiplom” erarbeiten. Dazu müssen eine Prüfung in der Werkzeugkunde abgelegt und ein eigenes Gesellenstück angefertigt werden. Auf dem Außengelände gibt es eine Naturbaustelle. Hier werden mit verschiedenen Werkzeugen unterschiedliche Materialien wie Holz und Stein bearbeitet.

Ein Biotop und ein Obstgarten sind weitere Erfahrungsquellen in der Kita. „Es ist eine schöne Aufgabe, Euch Kindern das Zertifikat überreichen zu dürfen”, sagte Anne Rogat. „Der Stiftung ist es wichtig, dass ihr ganz viel forschen könnt!”
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