Jugendtreff Bürgerhaus Kohlscheid: Integration nach vorne bringen

Von: Hanna Sturm
Letzte Aktualisierung:
jugendtreffbu
„So besonders dieses Projekt ist, so normal ist es eigentlich auch.” Christian Stankewitz, Ramona Krampe, Birgit Froese-Kindermann, Anne Fink und Bernd Krott (v.l.) geben den Anstoß zur besseren Integration von gehandicapten Jugendlichen in den ganz normalen Alltag. Foto: Hanna Sturm

Herzogenrath. Mit anderen Jugendlichen spielen, sich unterhalten und Spaß haben oder gemeinsam etwas unternehmen, eben am ganz normalen Leben teilhaben - für viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung ist das schwierig und oder gar nicht möglich.

Zwar gibt es viele Veranstaltungen und Treffen für gehandicapte Menschen, aber die Integration in den Alltag und in die Freizeitaktivitäten von nicht Behinderten wird dadurch auch nur bedingt gefördert.

„Für uns als Jugendamt ist es sehr wichtig, diese Integration nach vorne zu bringen”, betont Jugendamtsleiter Bernd Krott. Deshalb sollen Jugendliche mit Handicap nun verstärkt in die Angebote des Jugendtreffs im Bürgerhaus Kohlscheid eingebunden werden. „Unser Jugendtreff und unsere Angebote sind offen für alle”, sagte Christian Stankewitz, Koordinator vom Jugendtreff.

Bisher kamen Gehandicapte nur vereinzelt zu Veranstaltungen in das barrierefreie Bürgerhaus. Im nächsten Jahr sollen auch die behinderten Jugendliche in den ganz normalen Betriebt eingebunden werden.

„Diese ganz selbstverständliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sollte für alle möglich sein. Mit unserem Projekt soll dieses Gemeinschaftliche in Zukunft in eine Selbstverständlichkeit übergehen”, beschrieb Anne Fink das Ziel des Projekts.

Als Vorsitzende des Behindertenforums hatte sie den Impuls zu dem Projekt gegeben und auch den Kontakt zu Ramona Krampe hergestellt. Als Heilerziehungspflegerin arbeitet sie beruflich und ehrenamtlich mit behinderten Erwachsenen und Jugendlichen und hilft ihnen im Alltag.

Im Rahmen des Projekts im Jugendtreff Kohlscheid wird Ramona Kamps jeden Sonntag zwischen 16 und 20 Uhr vor Ort sein und die pädagogischen Fachkräfte unterstützen.

„Ich werde den Jugendlichen helfen, die Hemmschwellen zu senken und gemeinsam einen Dialog aufbauen. Außerdem werde ich den Behinderten assistieren, so dass sie am normalen offenen Betrieb teilnehmen können”, beschreibt sie ihre Aufgaben.

So sollen den Eltern eventuelle Befürchtungen genommen und auch den behinderten Jugendlichen der Einstieg in die gemeinsame Freizeitgestaltung erleichtert werden. „Behinderte und nicht behinderte Jugendliche sollen einfach nach hier kommen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen.”

Beim ersten gemeinsamen Treffen am 1. Februar sind die Eltern eingeladen, um 15 Uhr ins Bürgerhaus zu kommen, um bei einer Tasse Kaffee Jugendtreff und Mitarbeiter in Ruhe kennen zu lernen. „Dieses Projekt wird auf jeden Fall laufen. Wir Mitarbeiter sind natürlich auch als eine Art Katalysator oder Übersetzer da, um die Jugendlichen zueinander zu führen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert