Jugendparlament: Viele Vorschläge, schwache Resonanz

Von: Stefan Schaum
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Nur die ersten Reihen gefüllt: Knapp 20 Schüler nahmen am jüngsten Jugendparlament in der Burg teil. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. An Stühlen hat es nicht gemangelt. Die standen in der Scheune der Burg Baesweiler reichlich bereit. Doch waren es bloß knapp 20 Schüler, die letztlich darauf Platz nahmen. Die Resonanz beim jüngsten Jugendparlament war eher mau – daraus machten auch die Erwachsenen keinen Hehl, die weiter vorne saßen.

Bei früheren Auflagen waren es gut und gern mal 70 und mehr Teenager, die das offene Forum nutzten, um Anregungen zu liefern, was in ihrer Stadt besser, anders, jugendgerechter laufen könnte. Auch als Plattform, um einfach mal Missstände aufzeigen zu können, wurde das Jugendparlament gerne genutzt. „Wir müssen sicher darüber nachdenken, wie wir euch künftig besser ansprechen und einbinden können“, sagte Bürgermeister Dr. Willi Linkens in seiner Begrüßung. Dass man dabei zwingend auf Ideen seitens der Jugendlichen angewiesen ist, räumte er ein. Was muss geschehen, um mehr Teilnehmer anzulocken? Die Erwachsenen tun sich mit dieser Frage nicht leicht. Derzeit reifen Pläne, neben dem offenen Jugendparlament ein „stabileres“ Gremium mit SV-Schülern zu installieren. „Auch hier sollt ihr mit entscheiden, wie ihr euch die Beteiligung wünscht. Wir wollen euch nicht einfach etwas vorsetzen“, betonte Linkens.

Dass sich die Beteiligung lohnen kann, konnten die Jugendlichen, die gekommen waren, sehen. Eine Lehrstunde in Sachen Demokratie sollte es schließlich auch sein – und so standen im Mittelpunkt des gut einstündigen Forums konkrete Wünsche, die nach Möglichkeit rasch erfüllt werden sollen. Zu viel Müll auf den Spielplätzen monierten einige der Schüler. „Da werden wir gleich nachschauen“, versprach Linkens, „doch leider gibt es sehr viele, die keine Rücksicht nehmen, oder diese Plätze gezielt verschmutzen“. Anderes Thema: Falschparker vor den Schulen, die die Wege der Schüler blockieren und gefährlich machen. „Sagt uns, wo das passiert, und wir schicken eine Politesse hin.“ Auch eine bessere Ausstattung der Schulen forderten die Schüler. Mehr Beamer für die Klassenräume, schnellere Leitungen für die Internetverbindung. Handfeste Dinge, die in ihrem Alltag eine große Rolle spielen. Auch hier: „Wir werden im Bereich des finanziell Möglichen versuchen, da nachzubessern“, versprach Linkens.

Eine Erkenntnis gehörte für die Schüler auch dazu: Nicht alles ist erfüllbar. Dass einer sich über „zu strenge Lehrer“ beschwerte, sorgte für Heiterkeit. Also: In diesem Punkt könne leider nichts machen, bedauerte Linkens.

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