Jugendgruppe der Moschee in Roda packt Geschenke für Kinder

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
10943315.jpg
Die Jugendgruppe der Herzogenrather Emir-Sultan-Moschee um Selcan Basogul (hinten 2.v.r.) hatte über 50 Geschenkkartons gepackt, die für die Flüchtlingskinder bestimmt sind. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Für Selcan Basogul und ihr Team von der Jugendgruppe der Emir-Sultan-Moschee war es am Samstag ein ganz besonders gelungenes Opferfest. Denn der Moschee-Verein hatte sich nicht nur überlegt, Flüchtlinge aus Herzogenrath einzuladen, um ein schönes Fest mit ihnen zu feiern.

„Wir wollten vor allem den Kindern eine echte Freude machen“, erklärte Basogul weiter. Darum hatten sie beim Cake-Day vor gut drei Wochen selbst gebackenen Kuchen für den guten Zweck verkauft. Das Backwerk und die charmante Bedienung durch die Freiwilligen auf dem August-Schmidt-Platz müssen gut gewirkt haben, denn die jungen Herzogenrather schnürten gleich mehr als 50 kleine Pakete für die Kinder.

„Dabei haben wir sehr auf Nachhaltigkeit geachtet“, sagt die Vertreterin der jungen Muslime weiter. Geld habe es auch gespart, dass als Verpackung Schuhkartons und Zeitungsblätter zum Einsatz kamen. So blieb am Ende auch mehr für den Inhalt übrig, der vor allem aus Mini-Malbüchern, den passenden Stiften und kleinen Spielzeugen für die Kinder bestand.

Und die nahmen ihre Geschenkpakete freudestrahlend gleich in Besitz. Damit wurde das traditionelle Opferfest, bei dem die Gemeindemitglieder so viel Fleisch mitbringen, wie sie entbehren möchten, um es für ein gemeinsamen Mahl zu stiften, zur doppelten Feierstunde. Allerdings galt das nicht für alle Menschen, die auf der Flucht aus ihrer Heimat in Herzogenrath Station gemacht haben.

Denn wie am Rande des Opferfestes zu hören war, waren rund 50 der zunächst in Herzogenrath einquartierten Menschen schon wieder in andere Regionen geschickt worden. Dafür gab es von Freitag auf Samstag mitten in der Nacht die gleiche Zahl an Neuankömmlingen, die in der eigens errichteten Zeltstadt willkommen geheißen wurden.

„Natürlich sind diese Menschen auch eingeladen und herzlich bei uns willkommen“, sagt Fehmi Tarasi vom Integrationsrat der Stadt, der sich darüber freute, dass auch Flüchtlingsfamilien zum Opferfest gekommen waren.

35 Neuankömmlinge in Würselen

35 weitere Flüchtlinge sind in der Nacht zum Samstag im Rahmen der kommunalen Hilfe bei der Unterbringung von Asylsuchenden in Würselen angekommen, teilt die Städteregion mit. Sowohl die Registrierung als auch die Inaugenscheinnahme der Menschen seien reibungslos verlaufen. Die Hilfesuchenden wurden von Dolmetschern unterstützt und mit Speisen und Getränken versorgt.

In der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule am Helleter Feldchen sind bereits Mitte der Woche 50 Flüchtlinge angekommen. Die Einrichtung ist damit voll belegt.

Die Stadt Würselen hatte die Bevölkerung um Hilfe durch konkrete Sachspenden gebeten. Vor allem Damen- und Herrenunterbekleidung (gut erhalten und gewaschen) sowie Koffer mit Rollen, Reisetaschen, Geldbörsen, neue Badelatschen und Kulturtaschen werden benötigt. Für Fragen und Informationen rund um die Flüchtlingshilfe gibt es eine städtische Hotline: Telefon 02405/67-333.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert