„Jugend forscht“: Marius Ziemke mit Datenbrille auf Erfolgskurs

Von: Pia Sonntag
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Der Herzogenrather Abiturient Marius Ziemke entwickelt die Software einer Datenbrille und stellt verschiedene Lösungen vor, um damit Geräte zu überwachen. Foto: Pia Sonntag

Herzogenrath. Der 18-jährige Marius Ziemke würde sich selbst nicht als besonders talentiert bezeichnen. Doch von wegen. Schon 2015 entwickelte er eine neue Internet-Verwaltungs-Plattform für seine Schule, wurde damit Landessieger von NRW und Teilnehmer beim Bundeswettwettbewerb von „Jugend forscht 2015“.

Doch dabei blieb es nicht. Marius Ziemke entwickelte eine völlig neue Software und überzeugte auch dieses Jahr sowohl im Regionalwettbewerb beim Kernforschungszentrum in Jülich als auch beim Landeswettbewerb NRW in den Bayer-Werken in Leverkusen. Nun darf er beim finalen Bundeswettbewerb vom 26. bis 29. Mai in Paderborn antreten.

Den ersten Platz in NRW sowohl 2015 als auch 2016 hat er seinem großen Interesse an Informatik zu verdanken, sagt der Jugendliche. Schon seit seiner Kindheit habe er sich für das Fach begeistert und zu Hause an Webplattformen gebastelt. Die Software, die er 2015 für das Gymnasium in Roda entwickelt hatte, vereinfacht und entlastet eine Schulverwaltung. Sein Betreuungslehrer Udo Küppers, der sein Talent schon früh erkannte, habe ihn dann ermutigt, bei „Jugend forscht“ teilzunehmen.

Für den diesjährigen Wettbewerb entwickelte der Abiturient die Software einer Datenbrille und stellte der Jury verschiedene Lösungen vor, wodurch Geräte mit Hilfe von Datenbrillen überwacht werden können. „Mit der Brille werden unübersichtliche Listen und unhandliche Scanner revolutioniert“, erklärt der 18-jährige Schüler. Im Jahr 2015 sei er durch einen Nebenjob das erste Mal mit einer Datenbrille in Berührung gekommen und forschte auch privat weiter an einem Entwicklermodell.

Die Datenbrille, die in das WLAN eines Unternehmens eingebunden ist, liefere über ein sicheres Übertragungssystem aktuelle Aufträge des Disponenten an Mitarbeiter. Dadurch werde beidhändiges und produktiveres Arbeiten in allen Branchen ermöglicht. „Die Fehlerrate ist mit Hilfe der Brille geringer“, sagt Marius Ziemke. Der Abiturient ist überzeugt, dass diese neue Technologie die Arbeit um ein Vielfaches erleichtert: „Ich kann mir die Anwendung der Datenbrille in verschiedenen Branchen vorstellen. In der Gastronomie könnte einem Kellner angezeigt werden, an welchen Tisch das Essen gebracht werden soll oder wo zuerst abgeräumt werden muss. Das erleichtert das Denken und vermeidet Unzufriedenheit der Gäste.“ Diese und weitere Zukunftsvisionen wird der Schüler beim Bundeswettbewerb in Paderborn genauer erläutern.

„Ich bin erst mal froh, so weit gekommen zu sein“, zeigt sich Marius Ziemke ganz bescheiden. Für ihn sei es nicht das Wichtigste noch mal als Sieger hervorzugehen. „Ich habe bis jetzt bei „Jugend forscht“ viel erlebt, neue Freundschaften geschlossen und gelernt, wie ich vor Publikum präsentiere“, sagt er. Auch für seine berufliche Zukunft sind diese Erfahrungen hilfreich. Marius Ziemke möchte nach seinem Abitur an der RWTH Informatik studieren. „Ich möchte Programmierer werden, am liebsten selbstständig“, so Marius Ziemke. Er blickt positiv in die Zukunft, denn gerade in der IT-Branche werden Fachkräfte gesucht.

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