„Jugend forscht“: Den Handel zum Umdenken gebracht

Von: jan
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Haben einen Taschenwärmer entwickelt, der in der Mikrowelle erhitzt werden kann: Marya Sander (14,r.) und Katrin Schwering (15) haben sich für den Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren“ qualifiziert. Foto: Jansen

Jülich/Herzogenrath. Die Lebensmittel-Kette Edeka hat ihre Lagerempfehlung für Clementinen geändert. Ursprünglich lautete sie: nicht in den Kühlschrank. Und dann haben Ida Wille (9) und Paula Flock (10) von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West nachgewiesen, dass der Vitamin C-Gehalt bei Clementinen höher ist, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden.

„Das ist ein beachtlicher Erfolg“, sagt Helga Lorbach, Lehrerin am Dürener Burgau-Gymnasium und Jury-Mitglied beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“. Nicht nur, weil Edeka auf die zwei Mädchen gehört hat, gehören Ida und Paula zu den Gewinnern, die im Forschungszentrum Jülich gekürt wurden.

Nach Lösung gesucht

Vier erste Plätze hat die Jury für den Wettbewerb „Schüler experimentieren“ vergeben, einen bei „Jugend forscht“. Zwei der fünf erfolgreichen Projekte stammen von der Jülicher Grundschule West, eines vom Gymnasium Haus Overbach, eines von der Aachener Domsingschule und eines vom Gymnasium Herzogenrath. Beim Regionalentscheid wurden insgesamt 69 Arbeiten bewertet, die aus Aachen, der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Heinsberg und Düren und aus Schwalmtal kamen.

Erik Spangenberg (Koslar, 9)geht ebenfalls auf die Jülicher Grundschule und hat nachgewiesen, dass die Dellen in Golfbällen nicht dafür sorgen, dass sie schneller fliegen. „Die Akribie, mit der er das in verschiedenen Experimenten nachgewiesen hat, ist beeindruckend“, erklärte Juror Christopher Wolf (FZJ), warum auch Spangenberg sich für den Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren“ vom 3. bis zum 5. April bei Bayer in Leverkusen qualifiziert hat.

Das gilt auch für Allegra Wingen und Julia Kuckelkorn (Aachen, beide 10) von der Aachener Domsingschule, die sich von der Forderung haben inspirieren lassen, dass Polizisten Schutzwesten tragen sollen. Sie haben sich gefragt, welcher natürliche Schutz besser ist: der einer Muschel oder ein Schneckenhaus? „Das ist eine methodisch tolle Arbeit“, lobte Jurorin Lorbach.

Marya Sander (14) und Katrin Schwering (15, beide Herzogenrath) vom Gymnasium Herzogenrath wollten einen Taschenwärmer finden, der in der Mikrowelle erhitzt werden kann. Bisher gibt es nur Taschenwärmer, die einen Auslöser aus Metall haben und deswegen nicht für die Mikrowelle geeignet sind. „Sie haben sehr systematisch nach einer Lösung gesucht und etwas gefunden, das es so auf dem Markt noch nicht gibt“, sagte Jury-Mitglied Birgit Fuchs (Mädchengymnasium Jülich). Ihre Lösung: ein Verschluss wie er bei Tetrapack-Getränkepackungen üblich ist.

Chaos-Regal aufgefüllt

Eineinhalb Jahre hat Susanne Rütten (Linnich, 15) vom Gymnasium Haus Overbach damit zugebracht, einen Roboter zu programmieren, bei dem alle Achsen simultan ansprechen und der dafür sorgt, dass ein sogenanntes Chaos-Regal immer perfekt aufgefüllt bleibt. „Sie hat mit einer sehr sauberen Programmierung überzeugt“, sagte Juror Philipp Mülheims von der FH Aachen. Die Schülerin ist deswegen beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ am 5. und 6. Mai in Essen dabei.

Zweite Plätze im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ gingen an Lisann Tatas, Nele Klein, Lea Esser (Gymnasium Herzogenrath), Moritz und Justus Bockelmann, (Haus Overbach), Juliana Klocke, Hannah Wicker (Käthe-Kollwitz-Realschule Aldenhoven/Gymnasium Zitadelle), Allegra Wingen, Julia Kuckelkorn (Domsingschule Aachen), Nikolaj Kiuila (Gymnasium Würselen), Marit Ewert, Julia Schlebusch (Inda-Gymnasium Aachen), Julia Skibba, Tamás Török, Edith Mikkelsen, (Haus Overbach).

Die zweiten Plätze bei „Jugend forscht“: Alina Stroetges (Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal), Anna Stollenwerk, Jonas Colve (St.-Michael-Gymnasium Monschau/Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen), Andreas Münstermann, Finn Hess, Tobias Hauffe-Waschbüsch (Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen/Rhein-Maas-Gymnasium Aachen), Christian Hubbertz, Felix Hansen, Mathis Frankenne, (Pius-Gymnasium Aachen).

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