Baesweiler - Jürgen Beckers erinnert sich bei „Kultur nach acht” an die Frühzeit des Fernsehens

Jürgen Beckers erinnert sich bei „Kultur nach acht” an die Frühzeit des Fernsehens

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
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Supermodel in Strumpfhosen: Jürgen Beckers nahm auch aktuelle TV-Sendungen aufs Korn. Foto: Elisa Zander

Baesweiler. Erinnern Sie sich noch an die Auftritte von Peter Orloff in der Hitparade? Oder an die spannenden Augenblicke vor dem Fernsehgerät, wenn es an die Verkündung der Fußballergebnisse ging? Und daran, dass die Familie Samstagabends immer frisch gewaschen vor dem TV-Gerät saß?

Jürgen Beckers schwelgte bei seinem Soloabend in der Baesweiler Burg in Erinnerungen. Ein Wochenende mit der Beckerschen Familie war beispielhaft für viele andere Familien, die sich bei „Kultur nach acht” köstlich amüsierten.

Wannen-Wellness

Der Samstag bei Jürgen Beckers war in den 60er und 70er Jahren von Ritualen bestimmt. Begonnen wurde mit dem Abspritzen des Hofs. Anschließend folgte das „Hardcore-Autowasching”, „da, wo et am meisten schäumte, der hatte jewonnen”. Die Mutter widmete sich dem Aufsetzen von Braten und Suppe und formte „Euro”-Klößchen, bis es am Abend an die Körperpflege ging.

Während sich Mutter die Haare aufdrehte und Stunden unter der Trockenhaube verbrachte, hüpfte der Rest der Familie schon in die Wanne. „Früher war es schon Wellness, wenn man als erster ins Badewasser durfte”, so der Kabarettist. Fertig gestylt wurde dann der Fernseher angeschaltet. In Jürgen Beckers Parodie bekamen „Der blaue Bock” und „Wetten, dass” ebenso ihr Fett weg wie das Trio Peter Frankenfeld, Hans-Joachim Kulenkampff und Rudi Carrell - „dat war der einzige Holländer, der bei uns in die Bud kam außer der im Kühlschrank”.

„Harrygramm”

Immer wieder stieg Jürgen Beckers singend in das Programm ein, textete bekannte TV-Melodien um und präsentierte sogar ein „Rudigramm”, pardon „Harrygramm”, auf seinen Musiker Harald Claßen.

Noch einen kleinen Blick „auf die alte, romantische Fernsehzeit mit Lassie und Flipper” - Beckers brachte die Erkennungslieder zum Besten - und der ganze Saal landete in der Gegenwart. Der Schwenk auf die heutige TV-Situation mit gefühlten 50 Koch- und Talkshows ließ die Zuschauer ebenso lachen wie der Vergleich des TV-Kommissars Derrick mit einem Versicherungsvertreter. Höhepunkt: der Blick auf Casting-Shows, allen voran „Germany´s next Top-Hoddel”.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Kultur nach acht” findet am Donnerstag, 3. Juni, statt. Zu Gast ist dann Frank Küster mit „8 nach 8 - Die Küster-Nacht”.
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