Jürgen B. Hausmann: Das Beste aus zehn Jahren Programm

Von: Margret Nußbaum
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Jürgen B. Hausmann im VW-Käfer, dem Trendauto der 60er Jahre, in denen er das Licht der Welt erblickte. Foto: Margret Nußbaum

Baesweiler. Zustimmendes Nicken, Lachen, Szenenapplaus und Mitsingen lieferten den Beweis: Die Besucher der Veranstaltung mit Jürgen Beckers zum zehnjährigen Bestehen von „Kultur nach 8“ sind Wiederholungstäter. Seit zehn Jahren halten sie dem Zugpferd und Mitbegründer dieser Reihe die Treue.

Jürgen B. Hausmann – so sein Künstlername – lieferte Highlights aus seinen zahlreichen Programmen – angefangen von „Aix la Chapelle“ mit „Jüppchen“ Hubert Krott über Weihnachts- und Oster-Specials bis zum aktuellen „Wie jeht et? Et jeht!“

Von Anfang an mit dabei der Vollblutmusiker Harald Claßen, genannt Harry. Kennengelernt haben sich die beiden im Jahr 1999 in Griechenland. Claßen begleitete als Betreuer eine Klassenfahrt, die Beckers, damals noch Gymnasiallehrer, leitete. Aus Sympathie wurde Freundschaft und Kollegialität.

Warum Jürgen B. Hausmann, mittlerweile weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt, immer noch gern nach Baesweiler kommt? „Weil mir die Reihe ‚Kultur nach 8‘, immer noch sehr am Herzen liegt, und weil die Leute hier bodenständig im besten Sinne sind“, lobt er. Seine Ideen entstehen unter blauem Himmel – bei Spaziergängen durchs Feld. Und die schreibt er dann auch gleich in sein Notizbuch. Mit Augenzwinkern vergleicht Beckers Begegnungen mit Baesweilern und Alsdorfern: „Die Baesweiler begnügen sich mit einem kurzen, aber von Herzen kommenden ‚Viel Erfolg!‘, die Alsdorfer wollen es genauer wissen: ‚Loss ens kicke! Wat schriffst du do?‘“

Ein Höhepunkt seines jüngsten Auftritts im Kulturzentrum Burg Baesweiler: die Attrappe eines VW-Käfers, in dem Beckers an Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend erinnert. Doch zunächst bekommen Beifahrerinnen ihr Fett weg: „Ich habe zwei Navis. Ein freundliches am Armaturenbrett und ein unfreundliches und ständig mäkelndes auf dem Beifahrersitz.“

Identifizieren können sich vor allem die Älteren im Saal mit seinen Urlaubserinnerungen an die 60er und 70er Jahre, als viele mit ihrem VW-Käfer von Baesweiler nach Rimini fuhren. Er erzählt von der Musik und den Fernsehserien, aber auch von seiner Schulzeit: „Damals hatten wir ene Täsch, en Fläsch und Zeusch (Turnzeug). Und heute? Da hat der Laptop die Schiefertafel ersetzt und der Joystick den Griffel. Es gibt keine Schulbrote mehr, sondern Smoothies – zerpratschte Früchte.“

Zum Schluss noch mal ein gebührendes Lob für die Stadt: „Die Atmosphäre ist sehr gut, das Publikum super und die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und dem Kulturamt ganz hervorragend.“

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