Jürgen B. Hausmann begeistert in Baesweiler

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„Da steht ja Herr Beckers (HB) drauf”: Jürgen B. Hausmann (l.) freute sich über die Erfrischung zwischendurch. „A Moaß” für ihn und Harry.

Baesweiler. Wie macht man Baesweiler oktoberfesttauglich? Eingangs mit einer „Modenschau”. Zum „Bayern Spezial” kommen Jürgen B. Hausmann und sein Musikus Harald Claßen als fesche Burschen auf die Bühne geklettert. In braunen Wildlederhosen und mit Sepplhüten sowie Trachtenhemd eingekleidet.

Die September-Ausgabe der Reihe „Kultur nach 8” hat noch gar nicht richtig begonnen, da ist das Publikum schon mittendrin. Dank Jürgi und Harry.

Die ersten Jodler sind angestimmt, Schunkelbereitschaft ist vorhanden, da will Jürgen Beckers vom Baesweiler Publikum vorweg wissen, was Baesweiler und Bayern gemeinsam haben. Außer dem großen „B”? Gar nichts. Früher, ja da hatte man mal gemeinsam überwältigende Mehrheiten nach politischen Wahlen. Heute ist das nur noch in Baesweiler so. 88 Prozent für den König, für Dr. Willi Linkens. Beckers´ Vorschlag: „Koppelt euch von der Städteregion ab und werdet selbstständiges Königreich. Mit eigener Hymne!”

Derart in Stimmung gebracht, intonieren Beckers und Claßen zum Klang der englischen Hymne „Gott schütze Loverich”, und das Publikum singt fleißig mit. Aus Bayern hält sich der zum rheinischen Spitzenkomödianten aufgestiegene Beckers noch einen Moment heraus. Er schwenkt lieber zu seiner Heimatstadt Alsdorf herüber. Da hat „Alfred” das Ruder, den Thron im Rathaus übernommen. Auch das bekommt ein paar Beckers-typische Formulierungen mit. „68 Prozent für Alfred. Es gab Leute, die sagten, er hätte nur die Hälfte an Stimmen gekriegt, wenn sein Familienname auf dem Plakat gestanden hätte.”

Alfred Sonders, der souveräne Wahlsieger und frühere Leiter des Tierparks am Weiher der ehemaligen Bergbaustadt, bekommt noch ein „Sticherl”: „Die Leitung des Tierparks ist in Alsdorf das Praktikum für die Verwaltung. Erst den Scheiß wegmachen und dann ins Futter klotzen.”

Dann zitiert Beckers den Baesweiler Bürgermeister Dr. Willi Linkens auf die Bühne. Zur Melodie „The Lion Sleeps Tonight” bekommt der mit einem Riesenhandschuh winkende Ratsvorsitzende mit Wohnort „Löverich” seine eigene Hymne. Beckers spannt den Bogen über die ehemalige Landrätin Gabriele Pauli zu Silvio Berlusconi, kommt bei Boris Becker an („Dem haben sie die Ballkanone wohl ständig auf den Schädel eingestellt”) und biegt über Oliver Pocher - den Becker-Braut-Abnehmer - wieder ins Bazi-Land ein. „Franz Beckenbauer hat

eine neue Methode der Verhütung. Er geht dieses Jahr nicht zur Weihnachtsfeier”, punktet Jürgen Beckers und hat das nächste Schunkellied auf Lager. „Ich glaub, es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein”, meint er in Anleihe an Roland Kaiser.

Jetzt ist Bayern und die Wiesn-Atmosphäre in jedem Winkel der prall gefüllten Scheune angekommen. Kieksen, Juchzen und Prusten eingeschlossen, als Beckers sich von Assistent Harry das rosafarbene Dirndl anreichen lässt. Mariadorfer Karnevalsgeschichten, Maria und Margot Hellwig mit „140-jähriger Bühnenerfahrung”, der kleine Seppi und sein „Tassn Tatäuschn” (Tässchen Kakao), Rheinisches Liedgut, das ins Bayrische adaptiert wird: Dr Jong ist triumphal zurück.

Und Baesweiler freut sich, dass er „bis Dezember durchmacht”. Mit drei weiteren - ausverkauften - Vorstellungen.
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