Jubiläumswochenende: Vorbereitungen aufs Fest laufen auf Hochtouren

Von: Markus Roß
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Guten Mutes, weil die Vorbereitungen im Zeitplan liegen: der Geschäftsführer des Arbeitsausschusses „1150 Jahre Bardenberg GbR“ Thomas Havers. Foto: Markus Roß

Bardenberg. Im September 2017 ist in Bardenberg ganz viel los: Das „Dörflein an der Wurm“ blickt auf eine 1150 Jahre Geschichte zurück, und dieses Jubiläum wird in großem Rahmen ausgiebig gefeiert.

Engagierte Bardenberger Bürgerinnen und Bürger bereiten bereits seit vielen Monaten dieses große Fest in dem „Arbeitsausschuss 1150 Jahre Bardenberg GbR“ akribisch vor. Geschäftsführer Thomas Havers, der sich auch als Vorsitzender beim Heimatverein Bardenberg engagiert, spricht im Interview über den Stand der Vorbereitungen, über aktuelle Aktionen und wirbt um aktive Beteiligung an der Vorbereitung und um finanzielle Unterstützung der Geschäftswelt, damit dieses besondere Festwochenende vom 8. bis 10. September zu einem großen Erfolg wird.

Herr Havers, in einem knappen halben Jahr ist es soweit: vom 8. bis 10. September steht ganz Bardenberg Kopf beim großen Festwochenende „1150 Jahre Bardenberg“. Wie laufen die Vorbereitungen? Liegen Sie im Zeitplan?

Thomas Havers: Der Zeitplan, den wir uns gegeben haben, wird bislang eingehalten. Die Festvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Der Ablaufplan für das Festwochenende ist beschlossen.

Was ist denn an diesem Festwochenende so alles geplant?

Havers: Das Festwochenende beginnt mit einer Jubiläumsparty in der Mehrzweckhalle Bardenberg am Freitagabend. Hier gibt es unter anderem einen Liveauftritt der bekannten regionalen Künstlerin Sarah Schiffer. Am Samstag geht’s weiter mit einem Jubiläumsfestakt auf Burg Wilhelmstein, der mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnt und mit Musikdarbietungen und natürlich einer Festrede fortgeführt wird.

Zum Abschluss des Festaktes, das kann schon verraten werden, wird die Heimatbühne Bardenberg das Theaterstück „D´r Jeelpuet“ aufführen. Parallel beginnen wir am Samstagmittag mit dem bunten Treiben auf Altem Schulhof und Dr.-Hans-Böckler-Platz. Hier wird es neben musikalischen Liveauftritten viele Überraschungen und Darbietungen von Vereinen und Institutionen aus Bardenberg geben.

Am Sonntag beginnen wir um 11 Uhr mit einer Gedenkfeier und Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Dorfstraße, dem sich ein Open-Air-Frühschoppen mit Livemusik anschließt, ehe am frühen Nachmittag der historische Festzug durch Bardenberg ziehen wird. Im Anschluss wird auf den zentralen Plätzen der Ortsmitte das Fest mit weiteren Liveauftritten von Künstlern, Wettbewerben, Siegerehrungen des Malwettbewerbes und vielen Attraktionen fortgesetzt und auch ausklingen.

Sie sprachen den großen Malwettbewerb für alle Kinder im Alter zwischen drei und 14 Jahren bereits an. Wie läuft dieser Malwettbewerb genau ab?

Havers: Der Malwettbewerb ist bereits gestartet und läuft noch bis Kirmessonntag, dann ist Abgabeschluss für die „Kunstwerke“ der Kinder. Angesprochen haben wir die Grundschule und die beiden Bardenberger Kindergärten. Darüber hinaus können sich alle Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren an diesem Wettbewerb beteiligen. Der Fantasie der Kinder sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Die Bilder, die das Ortsjubiläum zum Thema haben, können in den Bardenberger Kreditinstituten zu den Öffnungszeiten abgegeben werden. Anschließend nimmt eine Jury in drei Altersklassen die Prämierung vor. Die Siegerehrung des Malwettbewerbs findet dann schließlich am Sonntag des Festwochenendes statt.

In der Mache ist auch eine große Jubiläumsfestschrift. Wann soll dieses Werk erscheinen und welche Themen werden in dem Buch behandelt?

Havers: In der geplanten Festschrift, an der wir bereits seit vielen Monaten arbeiten, wird die gesamte belegbare Geschichte Bardenbergs erstmals in einem Werk dargestellt und veröffentlicht. Nach heutigem Stand werden wir in der Qualität der bekannten Bardenberger Heimathefte ein circa 200 Seiten starkes Buch herausbringen.

Behandelt wird neben der frühen Ortshistorie auch die Franzosenzeit, das 19. und der Beginn des 20. Jahrhunderts anhand der Bürgermeisterchronik bis zum Ende der Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus sowie die aktuelle Historie nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute.

Darüber hinaus beinhaltet die Festschrift die Kurzchronik aller nachweisbaren Bardenberger Vereine der Vergangenheit und Gegenwart. Wir hoffen bis zur Bardenberger Kirmes in der Lage zu sein, die Jubiläumsfestschrift zu veröffentlichen. Dies wird in einer gesonderten öffentlichen Veranstaltung geschehen. Anschließend wird die Jubiläumsfestschrift der Bevölkerung zu einem moderaten Preis zum Kauf angeboten.

Die Finanzierung derartiger Großveranstaltungen ist für die Bardenberger Vereine nicht gerade einfach. Es werden sicherlich noch Sponsoren gesucht. Ist die Finanzierung gesichert?

Havers: Wir sind froh, dass einige Bardenberger Vereine das Risiko der Festveranstaltungen mit einer Einlage in die neu gegründete Gesellschaft bürgerlichen Rechts (1150 Jahre Bardenberg GbR) mittragen. Dies ist umso erfreulicher, da es für diese Vereine eine zusätzliche und besondere, aber auch einmalige Belastung ist. Es zeigt aber auch den gemeinsamen Willen, dieses Fest zu feiern.

Die ehrliche Antwort auf Ihre Frage lautet aber auch: Nein, das Fest ist zum heutigen Zeitpunkt finanziell noch nicht komplett abgesichert. Deshalb wurde ein Festausschuss gegründet, dem alle Bürger mit einem Mindestbeitrag von 25 Euro beitreten können, ohne selbst weitere Verpflichtungen einzugehen. Dieser Mitgliedsbeitrag an die GbR, der keine Spende im steuerlichen Sinne darstellt, hilft uns sehr bei der Sicherung der Finanzierung der Festveranstaltung.

Erstes Ziel der GbR ist es nämlich, den Vereinen nach dem Fest ihre Einlagen wieder zurückzahlen zu können und dennoch alle Kosten decken zu können. Hierzu ist jeder Beitrag aus der Bevölkerung hilfreich. Darüber hinaus suchen wir natürlich auch noch Sponsoren, um die umfangreiche Festschrift möglichst vorfinanzieren zu können. Interessenten können die Mitglieder des Arbeitsausschusses hierzu gerne ansprechen.

Übrigens sind alle Veranstaltungen –auch der Festakt am Festwochenende – ohne Eintrittspreis geplant; einzige Ausnahme bildet die Jubiläumsparty in der Mehrzweckhalle, für die ein moderater Eintrittspreis erhoben werden wird. Der Kartenvorverkauf wird rechtzeitig starten und bekannt gemacht. Schon jetzt der Hinweis: Für den Festakt auf Burg Wilhelmstein wird es kostenfreie Platzkarten geben. Informationen hierzu folgen zu gegebener Zeit.

Wie ist generell die Unterstützung seitens der Bardenberger Vereine, Organisationen und Geschäftswelt? Ziehen alle gemeinsam an einen Strang?

Havers: Die Bardenberger Vereine und Institutionen sind seit Beginn der Vorbereitungen in die Planungen des Festes eingebunden und werden seitdem in regelmäßigen Abständen informiert. Bis heute gibt es diverse Zusagen und Formen der Unterstützung, die in den kommenden Wochen konkretisiert werden müssen. Bislang gab es breite Zustimmung zu den vom Arbeitsausschuss erarbeiteten Vorschlägen zum Ablauf des Festwochenendes.

Wie lautet der weitere Zeitplan bis September?

Havers: Zum Bardenberger Weihnachtsmarkt 2016 haben wir unsere Jubiläumstassen zum Verkauf angeboten; seit Januar 2017 gibt es die Jubiläums-Ansteck-Pins. Der Verkauf dieser Jubiläumswerbeartikel geht weiter, und zur Jahresmitte soll die Jubiläumsfestschrift zum Verkauf angeboten werden. Am Kirmessamstag findet eine Familienstafette, organisiert von den Pfadfindern, statt. Parallel sind bereits zwei Jubiläumszeitungen an alle Haushalte verteilt worden.

Diese greifen aktuelle und historische Themen rund um das Geschehen und das Fest in Bardenberg auf; zwei weitere Ausgaben werden bis zum Fest im September noch folgen. Und dann steigt das große Fest schließlich wie beschrieben am zweiten Septemberwochenende 2017. Bis dahin sind noch viele Dinge zu erledigen, Absprachen mit der Stadtverwaltung zu treffen sowie technische und organisatorische Fragen zu klären. Ich bin davon überzeugt, dass Arbeitsausschuss, Vereine, Institutionen und die vielen Helfer die notwendigen Arbeiten innerhalb des gesetzten Zeitplans gemeinsam umsetzen werden.

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