Jubiläumslauf für Malabon: Schüler sammeln für Straßenkinder

Von: Herbert Schmerz
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Helfen bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Malabon: die engagierten Gymnasiasten in Herzogenrath. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Stolze 13.250 Euro für Straßenkinder aus Tondo haben die Teilnehmer beim 9. Solidaritätslauf der Herzogenrather Malabon-Gruppe am Gymnasium in Herzogenrath in diesem Jahr erlaufen. Seit 25 Jahren engagiert sich das Hilfsprojekt rund um Initiator Herbert Schmerz.

Der ehemalige Lehrer des Gymnasiums freut sich über das tolle Ergebnis im Jubiläumsjahr: 458 Schüler, sechs Lehrer und auch 14 Schüler der Rodaschule liefen in nur einer Stunde insgesamt 3383 Kilometer. Zwischen 5,7 und 9,4 Kilometer haben die einzelnen Teilnehmer zurückgelegt. Abgerechnet wird pro gelaufenem Kilometer.

Schmerz, der von 1978 bis vor zwei Jahren im Schuldienst war, ist auf den Philippinen sehr aktiv. Er überreichte den 22 schnellsten Mädchen und Jungen, die sogar über 100 Euro für Malabon gesammelt haben, Schlüsselanhänger mit dem Schutzengel „Annie“.

Schutzengel verliehen

Die Projektgruppe Malabon hat anlässlich ihres Jubiläums von missio Aachen als Anerkennung ihrer Arbeit für die Straßenkinder aus Tondo in Manila das Schutzengel-Schild „Wir sind Schutzengel“ verliehen bekommen. „Das Schild zeigt Annie, den Schutzengel mit dem gebrochenem Flügel als Symbol für die engagierte und erfolgreiche Kinderrechtskampagne Preda von Shay Cullen“, erklärt Schmerz.Gemeinsam mit Dr. Dieter Jacobs hatte er die Malabon-Gruppe vor 25 Jahren ins Leben gerufen. Die Hauptgruppe befindet sich heute in Übach-Palenberg.

„Ich war damals am Gymnasium Lehrer für Erdkunde und Englisch“, erzählt der 65-jährige Herzogenrather. „Es war 1986 kurz vor Weihnachten beim Unterricht in einem Leistungskurs Erdkunde als ich mir vornahm, nicht mehr länger nur von Entwicklungsländern und ihren Problemen zu reden, sondern selbst etwas anzupacken. Einer meiner Mitstreiter war zufällig in Kontakt mit Tondo und Manila, und so gründeten wir im Januar 1987 die Gruppe“, erzählt Schmerz. Alle hätten sofort Feuer gefangen.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Lehrerkollegen Dieter Wefers (Schriftführer), Marlies Wefers (stellvertretende Vorsitzende) und der ehemaligen Kollegin Sophie Sequera trieb Schmerz die Arbeit voran. „Ziel ist bis heute mitzuhelfen, eine lebenswerte Zukunft für philippinische Kinder zu schaffen, frei von sexueller Ausbeutung, Gewalt und Armut“, betont Schmerz. Nach seiner Pensionierung vor zwei Jahren kümmern sich die beiden jungen Kollegen Stephan Gisels und Alexander Pontzen um das Projekt an der Schule.

Hungermarsch zum Auftakt

Die erste große Benefizaktion war ein Hungermarsch mit Oberstufenschülern vom Gymnasium Herzogenrath nach Aachen, mit Sammelbüchsen und Schildern. Das brachte bei 25 Teilnehmern und 13 Kilometern immerhin 8000 Mark ein und war der Grundstein für alle weiteren Aktivitäten.

Bis heute ist die jährliche Ausstellung „Künstler für Malabon“ im Herbst auf Burg Rode ein weiterer öffentlichkeitswirksamer und erfolgreicher Baustein der zielstrebigen Projektarbeit. Bei der Jubiläumsausstellung auf der Burg im Oktober kamen rund 8000 Euro zusammen. Heute hat die Herzogenrather Gruppe 15 aktive Mitglieder.

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