Jubiläum: Linden-Neusener Klöös präsentieren Erinnerungsstücke

Von: ehg
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Hier gibt es viel zu entdecken: die Ausstellungsstücke erzählen viel über die Geschichte des Vereins. Foto: W. Sevenich

Würselen. Über fünf Jahrzehnte Karneval im Doppelort, davon 33 Jahren „Linden-Neusener Klöös“ sind ein Grund zum Feiern. Der Festreigen wurde jetzt eingeläutet durch eine von Trude Klever, Bernd Sinken und Fred Kruse aufbereitete Ausstellung in der Geschäftsstelle der VR-Bank Würselen an der Lindener Straße.

Fotos, Bilder, Plakate, Orden, Kostüme und „Leedcher“ erzählen dort eine – so „Klöös“-Präsident Hans Maaßen – „wunderschöne Dorfgeschichte“. Zur Eröffnung konnte er neben den beiden Schirmherren, Bürgermeister Arno Nelles und VKAG-Präsident Reiner Spiertz, auch das düvelstädtische Dreigestirn nebst Anhang sowie die Zwillingsprinzen Stefan I. und Michael I. von den Roten Funken Broicher Siedlung begrüßen. Mit ihnen verbindet die „Klöös“ seit Jahren schon eine innige Freundschaft.

Maaßen drehte das Rad zurück in die Mitte der 1950er Jahre, als sich einige Männer aus Linden-Neusen zusammen fanden, um karnevalistische Veranstaltungen im Doppelort zu organisieren. In der Session 1964/65 wurde im Doppelort das erste Prinzenpaar gekürt, Gert Kießling, heute noch aktiver Sänger im Männergesangverein, und Rita Bodem (Goerenz).

Aus der Interessengemeinschaft ging am 31. März 1981 die KG „Linden-Neusener Klöös“ hervor. Auf der Gründungsversammlung wurden 41 Mitglieder und Gäste gezählt. Zum ersten Vorsitzenden wählten sie Lehrer Gottfried Schöneich. Die erste Gala-Sitzung veranstalteten die „Klöös“ im November 1983, „die bis heute ein Aushängeschild der Gesellschaft ist“. Großen Anteil habe über mehr als drei Jahrzehnte hindurch daran Ehrenpräsident Hans Sinken, der heutige Präsident des Komitees Würselener Karneval.

Selbstständigkeit erhalten

Ein herzliches Wort des Dankes sagte Präsident Maaßen der VR-Bank für die ein weiteres Mal gewährte Gastfreundschaft, in erster Linie Ex-Vorstandsmitglied Diether Zimmermann. Mit seinem Appell hatte Maaßen bei Arno Nelles offene Türen eingestoßen. „Die ‚Klöös‘ spielen im gesellschaftlichen Leben des Doppelortes eine wichtige Rolle.“ Die lokale Selbstständigkeit auch in Zukunft zu erhalten, dazu animierte er.

In der Ausstellung kommt nicht nur das erste Prinzenpaar zu Ehren. Ein Plakat erinnert auch an das letzte Prinzenpaar, Paul und Anne Stenzel, das die Interessengemeinschaft auf den Narrenthron hob. Auf den Fuß folgte ihm das erste „Klöös“-Paar, Alexander Kleiker und Elisabeth Kreutz. Zu bewundern ist nicht zuletzt das Kostüm des Prinzenpaares Wolfgang und Lore (Fritz).

Der langjährige Vize-Bürgermeister schwang 2001 das Narrenzepter im Doppelort. Heute ist er Ehrenmitglied des Heimat- und Brauchtumsvereins und Vorsitzender des Festausschusses. Über Jahre legten die „Klöös“ Motivorden auf. Nicht zuletzt zum Jubiläum. Auf ihm wurde die Kirche St. Nikolaus, wie sie sich 1920 präsentierte, verewigt. Zu sehen ist die Ausstellung bis Freitag, 21. Februar.

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