JSV 09 feiert „100 Jahre Fußball in Baesweiler”

Von: Lars Odenkirchen
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Ehre für die langjährigen Mitglieder: Schirmherr Bürgermeister Dr. Willi Linkens (v.l.) und Georg Dillgard freuten sich mit Wilhelm Nacken, Anton Kick und dem Vorsitzenden Manfred Müller. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Ein bisschen gewagt war der Vergleich schon, den Schirmherr Willi Linkens zog. „Hoffenheim ist ein gutes Beispiel dafür, dass man keine Großstadt braucht, um erfolgreichen Fußball zu spielen”, meinte der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern.

Ein Fünkchen Wahrheit lag aber schon in Linkens Worten, denn das, was der JSV seit seiner Gründung vor zehn Jahren erreicht hat, ist durchaus beachtlich.

„Ich bin stolz auf den JSV” waren auch der erste Satz, den die aufmerksamen Zuhörer während der Festmatinee zum Jubiläum „100 Jahre Fußball in Baesweiler” vom JSV-Vorsitzenden Manfred Müller zu hören bekamen. Es war kein Vereinsjubiläum im herkömmlichen Sinne, das der Baesweiler Fußballclub feierte.

Zwar trägt der JSV die „09” im Namen, doch eigentlich wurde der Verein im Jahr 1999 nach dem Untergang des ehemaligen Oberligisten SV Baesweiler 09 neu gegründet. Dass der JSV dabei stolz die Tradition seines Vorgängers weiterführt, steht aber außer Frage, wie auch Bürgermeister Willi Linkens versicherte: „Auch wenn es rein rechtlich ein neuer Verein ist, in der Seele ist es doch eine Fortsetzung der bisherigen Tradition.”

So bot die Festveranstaltung die Gelegenheit zu einem Spagat, in dem einerseits die aktuellen Erfolge des JSV gewürdigt worden, andererseits die Geschichte des SV nicht vergessen werden sollte.

Dass der JSV in den zehn Jahren seit seiner Gründung viel erreicht hat, stand außer Frage: Ausdrücklich hervorgehoben wurden die sportlichen Erfolge, die jüngst im Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga und der zweiten Mannschaft in die Kreisliga B gipfelten.

Gut aufgestellt ist der Verein mit seinen rund 460 Mitgliedern und rund 200 aktiven Jugendlichen, was die soziale und integrative Wirkung des Clubs unterstreicht. Georg Dillgard, der als langjähriger Freund und Begleiter beider Vereine die Festrede hielt, schlug auch kritische Töne an. Der JSV habe wie fast alle Vereine mit stagnierenden Zuschauer- und Mitgliedszahlen zu kämpfen, was dazu zwinge, in der Finanzierung des Vereins andere Felder wie Sponsoren und Spenden verstärkt zu erschließen. Er dankte allen engagierten Ehrenamtlern, rief aber gleichzeitig die, die nur das Angebot eines Vereins nutzen, ohne sich selbst für den Club zu engagieren, zu mehr Identifikation auf.

Dillgard lies die größten Erfolge des SV 09 Revue passieren. Er erinnerte an den legendären Jugendleiter Karl Schwarz, der 1953 eine „beinahe unschlagbare Jugendmannschaft” formte, an die „Wunderknaben” des SV in den 20er und 30er Jahren, die Mittelrheinmeisterschaft 1960 sowie erfolgreiche Oberligazeiten in den 70ern und gedachte den Gründern des Vereins. Viele Erinnerungen riefen diese Ausführungen vor allem bei zwei Herren hervor, die geehrt wurden: Wilhelm Nacken und Anton Kick wurde besonders gedankt, weil sie sich seit über 60 Jahren engagieren. Für die Zukunft resümierte Dillgard positiv: „Der Fußball in Baesweiler ist wieder ein ganzes Stück nach vorne gekommen.”
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