Alsdorf - Josef Jordans: Stramme 51 Jahre in der Verwaltung abgerockt

Josef Jordans: Stramme 51 Jahre in der Verwaltung abgerockt

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Ausbilder und Lehrjunge: Josef Jordans, seit 51 Jahren bei der Stadtverwaltung Alsdorf, geht in den Ruhestand. Bürgermeister Alfred Sonders wurde unter anderem von Jordans „eingeordnet“. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Er ist eingefleischter Fan der „Rolling Stones“, das stimmt. Aber was er gerne schnupft, gehört nicht zum Repertoire und harten Image der legendären Musikformation aus jüngeren Tagen. Es ist „nur“ Schnupftabak.

Die längste „Linie“, die Josef Jordans seit 51 Jahren konsequent gezogen hat, ist seine Arbeit im Dienste der Stadt Alsdorf. Ende März geht er in Ruhestand, hätte schon längst den Dienst quittieren können, wollte aber noch die Kommunalwahl und die Konsolidierung des neuen Stadtrates begleiten.

Wandelndes Lexikon

Der Leiter des Büro des Stadtrates hat sich durch seine Fachkompetenz und Zuverlässigkeit in Sachen Sitzungsdienst für den kommunale Parlament und die Fachausschüsse den nachhaltigen Respekt von Mandatsträgern über viele Wahlzeiten hinweg und den der Mitarbeiter in der Verwaltung „generationsübergreifend“ erarbeitet. Und er gilt auch in weiten Teilen der Bevölkerung als beliebt, wie Bürgermeister Alfred Sonders mit Blick auf Jordans‘ Arbeit als Seniorenbeauftragter sagte. Das kann bestimmt nicht jeder Angestellte oder Beamte von sich sagen. Mit ihm geht der Alsdorfer Verwaltung viel Fachkompetenz verloren. Gegenüber Nachfragenden, auch Kollegen der Lokalredaktion unserer Zeitung, hat sich Josef Jordans als „fleischgewordenes Gedächtnis“ der Stadt Alsdorf erwiesen, der immer geduldig selbst die seltsamsten Anliegen mit stoischer Ruhe, präziser Recherche und mit reichlich Sinn für Humor bearbeitet hat. Mit ihm, der – ganz Rock’n’Roller – die Schmalzlocke genauso pflegt wie den Auftritt in schrill-bunten, halboffen getragenen Hemden, unterlegt mit dunklem Haarflor , geht ein Original.

Bürgermeister Alfred Sonders, der in dem Jahr geboren wurde, in dem Jordans bei der Alsdorfer Verwaltung anfing (1964), ging bei Jordans in die Lehre. Man weiß, wozu das geführt hat…

Schnupftabak als Dank

Sonders nutzte die letzte Ratssitzung vor Jordans’ Abgang in den wohlverdienten Ruhestand zur Würdigung seiner Verdienste und schenkte ihm – wie sollte es anders sein – eine ordentliche Dosis Schnupftabak. Zum Schluss erhoben sich Verwaltungsmitarbeiter und Ratsmitglieder von ihren Plätzen und applaudierten. Nicht so wild, wie nach einem Stones-Konzert, aber mit der gleichen Aussage: Danke für die Super-Show!

Und die Rolling Stones machen es vor: Auch im Alter geht es weiter mächtig ab. „You can get satisfaction!“

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