Jobcenter: Kritik an Fusion von Geschäftsstellen

Von: yl
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Herzogenrath. Zurzeit wird bei der Städteregion Aachen noch geprüft. Unter Abwägung höherer Fahrt- und Zeitaufwendungen wird eine Zusammenlegung von Geschäftsstellen des Jobcenters im Nordkreis diskutiert.

Im Januar hatte die Städteregion im Zuge des „Strukturkonzeptes 2015 – 2025“ die Kommune über zwei mögliche Varianten informiert. Einerseits wäre eine Zusammenlegung auf zwei Standorte denkbar. Herzogenrath würde in diesem Falle mit Würselen zusammengeführt. Andererseits könnte eine Fusion aller vier Standorte zu einem möglich sein – laut Städteregion biete sich Alsdorf an.

Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU), der wie seine Kollegen aus Alsdorf, Würselen und Baesweiler seitens der Städteregion um Stellungnahme gebeten wurde, sprach sich im Februar via offiziellem Anschreiben „für eine Beibehaltung der bestehenden Strukturen“ aus.

Im Ausschuss für Arbeit und Soziales wurde die Thematik diskutiert. Hans-Günther Fischer (UBL) sprach von einer „drohenden Schwächung der Infrastruktur“. Gewohnte Wege und persönliche Kontakte würden zulasten der Betroffenen wegfallen. Fraktionskollege Bruno Barth hatte im Februar via Antrag an die Verwaltung um eine detaillierte Stellungnahme seitens der Städteregion gebeten. Fischer sprach sich im Ausschuss dafür aus, die laufenden Prüfungen – mit welchen maßgeblich die Geschäftsführung des Jobcenters befasst ist – kritisch abzuwarten.

Die SPD-Fraktion widersprach dieser Auffassung. Alexandra Prast merkte an, dass sich dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen lassen könne.

Marga Flaßwinkel von den Grünen unterstrich, dass ein möglicher, neuer Standort verkehrsgünstig gelegen sein sollte. Eine Anbindung an die Euregio-Bahn beispielsweise würde Fahrtzeiten verringern.

Offensiv drückte sich Herbert Aretz (CDU) aus: „Wir wollen ein Jobcenter in Herzogenrath behalten.“ Einbeziehung der Stadt in eine endgültige Entscheidungsfindung soll laut Städteregion dann erfolgen, wenn sich „neue Entwicklungen ergeben“. Ein Ende der anstehenden Prüfphase könne bislang noch nicht genau terminiert werden.

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