Joachim Wehrenbrecht ist neuer Pastor in Herzogenrath

Von: Christoph Hahn
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Auch Kunst will er in seine Predigttätigkeit mit einbeziehen: Joachim Wehrenbrecht, neuer evangelischer Pfarrer in Herzogenrath (hier vor dem Schöpfungsbild des Aachener Malers Peter Hodiamont), wird am 14. April offiziell in sein Amt eingeführt. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. 50 Jahre alt war er geworden und wohlbestallter Gemeindepfarrer in Braunfels bei Wetzlar. Für Joachim Wehrenbrecht war aber die Zeit gekommen, in seinem Leben eine Veränderung einzuleiten. Jetzt ist der evangelische Theologe wieder angekommen: Seit dem 1. Februar ist die Markuskirche am Herzogenrather Rathaus seine neue Wirkungsstätte – zu 70 Prozent, denn zu den restlichen 30 unterrichtet der in Herne geborene Pastor an der Realschule in Kohlscheid Religion.

 Mit dem Einführungsgottesdienst in der Markuskirche am Sonntag, 14. April, 15 Uhr, beginnt Wehrenbrecht seine Tätigkeit bald nun auch offiziell.

Seit dem Umzug von Hessen ins Grenzland hat der im Ruhrgebiet und in Langenfeld südlich von Düsseldorf aufgewachsene Wehrenbrecht seine neue Heimat bereits schätzen gelernt. „Das Leben hier ist vom Gefühl der Zusammengehörigkeit her geprägt“, summiert der Gottesmann mit dem Vollbart seine Sicht von Land und Leuten und meint damit nicht nur die Wirklichkeit evangelischen Lebens im Rode von heute, sondern auch die lange Zeit durch den Bergbau geprägte Tradition.

Aber nicht nur das hat der Prediger und Seelsorger seit seiner Übersiedlung vor Ort gespürt: „Liberal und fromm geht hier gut zusammen“, beschreibt er das geistliche Klima in der Markuskirche und darum herum. Nicht zuletzt daher ist dem neuen Pfarrer zum Beispiel für seine Predigten wichtig: „Ich will die Menschenfreundlichkeit in den Blick nehmen.“

Dabei kommt dann auch wieder das liberale Element ins Spiel, denn es geht Wehrenbrecht auch darum, „andere Lebensformen als Ausdruck evangelischer Freiheit“ zu vermitteln. Dieses Verständnis von Freiheit lebt der Neu-Herzogenrather auch selbst: Seine Lebenspartnerin lebt in Maastricht – auch ein Grund für den Umzug ins Dreiländereck.

Bei seiner Arbeit im Gotteshaus im steilsten Abschnitt der Geilenkirchener Straße will der Pastor aber auch andere Ressourcen nutzen – zum Beispiel die Fenster oder das die sieben Tagen der biblischen Schöpfung widerspiegelnde Bild, das der Aachener Maler Peter Hodiamont 1975 geschaffen hat.

Zur Kunst-Betrachtung will er gerne die Gottesdienstbesucher aus den Bänken locken. Denn Joachim Wehrenbrecht bekennt: „Ich habe großes Interesse am Deuten von Kunst und Literatur.“ Auch solche Ressourcen will er für seine Tätigkeit nutzen. Es dürfte also spannend werden mit dem neuen evangelischen Pastor von Herzogenrath.

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