Jiddisches Friedenslied als einfühlsamer Auftakt

Von: ehg
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Hier kamen alle auf ihre Koste
Hier kamen alle auf ihre Kosten: Lieder und Musik von „Lucivers” und „Lucitones” fanden vor dem Pfarrheim in Weiden ein aufmerksames Publikum. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Auftakt nach Maß: Die mitreißende Aufführung der Komödie „Die Widerspenstige” vom Literaturkurs des Heilig-Geist-Gymnasiums in der Regie von Wilfried Bonn und einen Tag danach der musikalisch und kulinarisch genüssliche „Summertime”-Abend im neuen Weidegarten mit dem Chor „Lucivers” und dem Instrumentalensemble „Lucitones” eröffneten den Weidener Sommer.

Da der Wettergott mitspielte, gestaltete sich die Veranstaltung zu einer Begegnung von Jung und Alt zu späterer Stunde unter glühenden Lichterketten bei zeitweise sternenklarem Himmel.

Kinder applaudierten eifrig - unterstützt von ihren Großeltern - den singenden und musizierenden Eltern auf der Bühne. Zum dritten Mal hatte der 2008 gegründete Chor, der in jüngster Zeit auch mehrfach Konzerte außerhalb Weidens gab, zu einer musikalischen Weltreise eingeladen. 2012 hatte er gegenüber den beiden voraufgegangenen Veranstaltungen technisch „aufgerüstet”, so dass er sich besser mit seinem Publikum „verständigen” konnte. Angetreten waren die 30 Sängerinnen und Sänger mittleren Alters, um sich in die Herzen der Zuhörer zu singen. Dass ihnen dies auch vollends gelang, konnten sie am begeisterten Applaus erkennen.

Unter dem souveränen Dirigat von Klaus Dederichs wurde ein facettenreiches Programm geboten. Geistliche und weltliche Lieder in deutscher, englischer und jiddischer Sprache gelangten einfühlsam und voller Sangesfreude zum Vortrag. Es präsentierte sich ein harmonischer, in den Stimmen gleichmäßig ausstaffierter Klangkörper.

Mit einem jiddischen Friedenslied stimmten Chor und Instrumentalisten, Bernd Bresseler (Schlagzeug), Werner Wienands (Klavier), Claudia Pütz (Querflöte) sowie Iris Donner-Hermanns und Katrin Grafen (beide Querflöte), in den wunderschönen Sommerabend ein. Da durfte gemäß dem Motto der anspruchsvolle Song „Summertime” aus „Porgy und Bess” von Georges Gershwin nicht fehlen. Viele Seiten modernen Chorgesangs wurden aufgeblättert. Seinen Platz im Programm hatte da nicht minder der Cat Stevens-Song „Morning has broken”.

Von Mensch zu Mensch

Bei den swingenden Stücken durfte gewippt und geschnipst werden. Da der Funke schnell von den Sängern und Instrumentalisten auf das Publikum übersprang, ließ dieses sich nicht lange bitten. Auch nicht, als am Ende des Konzerts zum gemeinsamen Singen und Musizieren eingeladen wurde.

Ein „Summertime”-Abend, bei dem Leib und Seele rundum auf ihre Kosten kamen und die Begegnung von Mensch zu Mensch ganz hoch im Kurs stand, ging leider viel zu schnell zu Ende. Umso mehr dürfen sich die Besucher jetzt auf den nächsten Auftritt von „Lucivers” und „Lucitones” freuen.
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