Aachen - „Jeld stenkt net“: Heimattheater in der Stadthalle

„Jeld stenkt net“: Heimattheater in der Stadthalle

Von: eli
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Mysteriöse Todesfälle: Die lässt sich Dures Vonderstein einfallen, um die Fassade des erfolgreichen Angestellten aufrecht zu halten.
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Mysteriöse Todesfälle: Die lässt sich Dures Vonderstein einfallen, um die Fassade des erfolgreichen Angestellten aufrecht zu halten.

Aachen. Seit zwei Jahren lebt auf der Melatener Straße ein Mann von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Altersrente, Invalidenzuschuss, Wohngeld sowie Unterstützung für Stützstrümpfe und Zahnersatz. Ergaunert hat er sich dieses steuerfreie Einkommen dank erfundener Untermieter. Für ihn schien dies, damals, als sein Job weggespart wurde, die beste Lösung zu sein und bis heute hatte er noch keinen Mut, seiner Frau die Wahrheit zu sagen.

Einmal drin in der staatlichen Betreuung, scheint der Geldfluss kaum mehr zu stoppen. Doch eines Morgens steht der Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür. Dures Vonderstein heißt der Mann und er weiß: „Jeld stenkt net“. Unter diesem Titel zeigt das Aachener Heimattheater, Bühnenfreunde 1947 e.V., das diesjährige Mundartstück.

Mehr als 140 Bücher hat Regisseur Bernd Dreyer gelesen, bevor er sich für die Posse nach der Vorlage des englischen Autors Michael Cooney entschieden hat.

Erstmals spielt das Stück nicht um die Jahrhundertwende, sondern in den 1960er Jahren. Mit „typischen Öcher Charakteren“ in zeitgemäßen Kulissen und Kostümen wird das besondere Flair dieser Zeit auf die Bühne geholt. Kombiniert mit dem einzigartigen englischen Humor verspricht das Ensemble eine einzigartige Abendunterhaltung.

„Die Proben müssen wir teilweise unterbrechen, denn die Situationskomik ist so außergewöhnlich, dass wir uns vor Lachen selbst nicht mehr konzentrieren können“, gibt Dreyer einen Einblick in die Probenarbeit. Zehn Darsteller sind ab März zu sehen, wenn sich der Premierenvorhang hebt. Dann nimmt das Verwirrspiel seinen Lauf, denn der einfallsreiche Dures (Rolf Bresser) will, dass sein Jobverlust und die damit verbundenen Betrügereien vor seiner Liss (Marita Toussaint) geheim gehalten wird. Die Ausreden werden von Mal zu Mal einfallsreicher, mysteriöse Todesfälle ereignen sich – zumindest auf dem Papier.

„Jeld stenkt net“ ist ein charakterstarkes Stück, das durchweg komisch auch unterschwellig nachdenkliche Töne anschlägt. Erst kürzlich wurde in Aachen vor Gericht ein ähnlicher Fall verhandelt.

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