Jede Menge Humor serviert: Frühschoppen mit Jürgen B. Hausmann

Von: mabie
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Auftritt im Schaffrath-Haus: Wer mit solcher Mine solch herrliche mundartliche Geschichten zum Frühschoppen servieren kann, wie Jürgen B. Hausmann, der bringt auch den langjährigen Bühnenpartner Harald Claßen zum Lachen. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Bratkartoffeln beim Frühschoppen gefällig? Kein Problem, wenn Jürgen B. Hausmann sich als echter Alsdorfer sich beim Heimspiel im Schaffrath-Haus in Ofden die Schürze umbindet. So geschah es zumindest beim jüngsten Benefizevent zugunsten der kulturellen Einrichtung.

Denn alles, was der Jürgen da so servierte, diente dem guten Zweck, in diesem Falle dem Erhalt des Hauses. Und dafür hatten die Gäste im ausverkauften Obergeschoss nicht nur Vollpension mit wahrlich kulinarischen Häppchen gebucht. Auch das, was in die Ohren drang, hatte höchsten Genussfaktor, nicht nur für Fans von Jürgen B. Hausmann.

Mit seinem kongenialen Bühnenpartner Harald Claßen an den Tasten setzte er bislang nicht für möglich gehaltene Mundart in bekannte Melodien ein. So servierte er nicht nur mit scheinbar unbeteiligter Mine besagte Bratkartoffeln in einem Lied, in dem er es fertigbrachte, gleich noch das Brot zum „Zoppen“ des in der Pfanne verbleibenden Fettanteils beim Bratkartoffelbraten unterzubringen. Mit der Melodie eines bekannten skandinavischen Quartetts mit vier Buchstaben verband der Hausmann gleich noch den Abwasch.

„Der Tuppes spült et al“ sang Hausmann, die Gäste bogen sich vor Lachen und genossen das mundartlich perfekt beobachtete und teils haarsträubend ehrliche Programm. Da ging es auch um ganz feine lokale Abstufungen, beispielsweise dem „angepippst“ sein im Alsdorfer Sprachgebrauch, der in Würselen eher mit einer Influenza „an der Pansch“ gleichgesetzt wird.

„Nix besseres zu tun“

Dass Jürgen B. Hausmann bei dieser Gala der guten Laune selbst richtig Spaß an dem hatte, was da seinen Mund verließ, konnte man deutlich spüren. Denn spätestens bei Ankündigungen wie „wir machen jetzt Pause bis zwei Uhr, dann spielen wir bis vier Uhr, und dann holt einer Kuchen“, waren die Gäste bei Hausmanns Frühschoppen längst gedanklich auf dem Sofa gelandet und konnten sich keinen besseren Start in den Sonntag vorstellen.

„Vielen Dank, dass sie heute Morgen nix besseres zu tun hatten“, schloss der Kabarettist sichtlich dankbar. Und für die Pause bei seinem überaus leckeren Frühschoppen versprach er schließlich noch Autogramme auf den angebotenen Medien. „Ich schreib auch Howard Carpendale drauf, das macht dann mehr her“, schloss der sichtlich bestens aufgelegte Mann des Hauses.

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