Alsdorf - Jecke Alsdorfer gründen Karnevalsgesellschaft

Jecke Alsdorfer gründen Karnevalsgesellschaft

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Noch in zivil: Mehr als den Uniform-Prototyp, den Sabrina Schmitt trägt, hat die KG Rot Weiße Funken Alsdorf in puncto Kostüm nicht zu bieten. Die ersten Pferde sind aber schon da. Sehr zur Freude von Ralf Pagen, Sandra Goerdes, David Schmitt und Hans Bauer (v.l.). Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein wenig seltsam ist das schon. Während viele altgediente Karnevalsgesellschaften laut über Fusionen nachdenken oder den Laden mangels Mitgliedern gleich ganz dicht machen, raufen sich in Alsdorf ein paar Jecke zusammen und starten eine neue KG.

Und warum? „Weil wir bekloppt sind!” David Schmitt wird schon wissen, wie er das meint. Schließlich hat der Kommandant der jüngst gegründeten „KG Rot Weiße Funken” Alsdorf als Karnevalsprinz so seine Erfahrungen mit dem Brauchtum. Gute waren es nicht immer. „Als Prinz lernst du zwar all die feinen Seiten des Karnevals kennen - aber auch dessen Macken!” Letztere kann er rasch benennen.

„Der Spaß kommt in vielen Vereinen zu kurz. Da bestimmt organisatorisches und wirtschaftliches Denken alle Abläufe.” Verkrustete Strukturen, fehlende Frische. Irgendwann fällt im Gespräch mit dem Vorstandstrio - neben Schmitt gehören Hans Bauer als Vorsitzender und Ralf Pagen als Geschäftsführer dazu - auch das böse Wort: „altbacken”. Genau so wollen die Rot Weißen Funken nicht sein.

Zwar sind bereits rot-weiße Traditionsuniformen im friderizianischen Stil bestellt - bis zu 1800 Euro das Stück -, doch soll es neben Tradition viel Platz für moderne Elemente geben. So feiern die Neuen in der närrischen Vereinslandschaft ihren Einstand nicht etwa mit einer Galasitzung, sondern am 18. Februar 2011 mit einer Ü-30-Kostümparty in der Stadthalle. Discotakt statt Polonaise. „Wir sind immer offen für neue Einflüsse”, sagt Ralf Pagen.

Häufig hat David Schmitt die Ideen. Der 30-Jährige ist erst seit drei Jahren karnevalistisch unterwegs und hat noch viel vor. „Manchmal müssen wir ihn in seinem Eifer auch mal bremsen”, sagt Ralf Pagen. Der 52-Jährige hat bereits Mitgliedschaften in drei Vereinen hinter sich und war eigentlich „richtig karnevalsmüde”, wie er sagt.Ê„Die Zwei haben mich erfolgreich bequatscht.” Jetzt sei sie endlich wieder da, „die Lust auf Spaß und den richtigen Karneval”. Die Vorstandsetage der Funken ist betont klein. Da gibt es nur das Trio. Keine Offiziere, keine Beisitzer. „Wir vermeiden jede Bürokratie”, sagt Schmitt. Was es im Gegensatz zu Ämtern reichlich gibt, sind Pferde. Die sind der große Trumpf des Vereins.
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