Ist der jecke Lärmpegel nachts zu hoch?

Von: gie.
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Herzogenrath. Jeckenlärm - wie viel davon darfs denn sein? Diese Frage stellt sich geradezu zur Hochzeit des Karnevals immer wieder.

Ob sie sich beantworten lässt, ist nicht immer klar. Da geht es wohl auch um Toleranzpegel, die hier oder dort zugelassen werden.

Für Rudolf Meyers in Herzogenrath hat es jedenfalls mit der Toleranz ein Ende.

Die Lärmentwicklung, die von den zwei Zelten am zentralen Parkplatz Bergerstraße von Fettdonnerstag bis Rosenmontag ausgegangen ist, hat seinen Geduldsfaden zum Reißen gebracht. Denn Meyers ist Anlieger.

Vor allem die Bässe

„Die Lärmbelastung war stets enorm und kaum erträglich, zumal die Veranstaltungen in unverminderter Lautstärke bis drei Uhr morgens andauern”, schreibt Meyers in einem Protestbrief.

Vor allem die durchdringenden Bässe haben Anlieger Meyers besonders gestört. Meyers: „Für dieses Jahr wurden von der Stadt Herzogenrath sogar zwei Zelte unmittelbar nebeneinander genehmigt. Die Stadt hatte den Veranstaltern zur Auflage gemacht, Lautstärkenbegrenzer in ihren Anlagen einzubauen. Nichts, aber auch rein gar nichts war davon zu merken”, so der Befund von Rudolf Meyers.

„Selbst unser Prinz war am Freitag vor Ort und hat um Verständnis geworben”, sagt Manfred Sickert, für Ordnungsfragen zuständiger Bereichsleiter in der Herzogenrather Stadtverwaltung.

Gleichwohl habe es eine Reihe von Auflagen für die Veranstalter gegeben. Das Papier sei von früher drei auf mittlerweile elf Seiten angewachsen. „Wir haben nicht nur Freunde damit gewonnen”, verrät der Verwaltungsmann.

Zwei Beschwerden habe es schon im Vorfeld gegeben, sagt Manfred Sickert. Aber während der heißen Phase der tollen Tage sei auch aus der Anwohnerschaft nichts Negatives gekommen. Nicht einmal von der benachbarten Feuerwehr. Und auch nicht seitens der Polizei.

Die Veranstalter haben in regelmäßigen Abständen Lärmmessungen vornehmen müssen. Sickert: „Ich hoffe, die Veranstalter können mir die Daten bald vorlegen.”

Im Übrigen ist sich Sickert sicher, dass das Thema die Kommunalpolitik noch beschäftigen wird.
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