Iris Tomczak-Pestel übernimmt Aufgaben von Peter Strauch

Von: Karl Stüber
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Die „Neue“ ist in der Baesweiler Verwaltung gut bekannt: Die Leiterin des Bauordnungsamtes, Iris Tomczak-Pestel, – hier mit Bürgermeister Dr. Willi Linkens – übernimmt als Dezernentin den Aufgabenbereich des scheidenden Technischen Beigeordneten Peter Strauch. Karl Stüber Foto: Karl Stüber

Baesweiler. Der Verzicht von Peter Strauch, erneut für den Posten des Technischen Beigeordneten zu kandidieren und damit auch stellvertretender Verwaltungschef von Baesweiler zu bleiben, sorgt für Stühlerücken in der Stadtverwaltung – und einige andere Änderungen.

Die Fraktionen haben vor der entscheidenden Ratssitzung am 23. Februar auch schon Zustimmung für die Nachfolgeregelung signalisiert, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens auf Anfrage unserer Zeitung sagte.

Der „Neue“ ist eine Sie: Iris Tomczak-Pestel. Und sie ist auch keineswegs eine Unbekannte: Die studierte Architektin ist (noch) Leiterin des Baesweiler Bauordnungsamtes. Allerdings wird sie nicht durch den Stadtrat gewählt, wird also keine Wahlbeamtin, sondern Dezernentin im Angestelltenverhältnis sein.

Frank Brunner wird befördert

Auf diese Weise nimmt die Stadt Rücksicht auf finanzielle Aspekte im Interesse der Nachfolgerin von Strauch, sagt Linkens. Er begründet dies mit den zu erreichenden Pensionsansprüchen. Tomczak-Pestel würde sich ansonsten schlechter stellen. Für die am 4. September 1965 geborene Settericherin würden die mit dem Status einer Beigeordneten bis zur Altersgrenze verbundenen Ansprüche geringer ausfallen.

Da auf diese Weise ein Beigeordneter wegfällt, muss auch die Satzung angepasst werden. Auf diese Weise wird der verbleibende Beigeordnete Frank Brunner auf die Position des stellvertretenden Verwaltungschefs „katapultiert“.

Letztlich machte Tomczak-Pestel als eine von elf Bewerbern das Rennen. Bei einer kurzerhand von einer Hauptausschuss- zu einer nicht-öffentlichen Zusammenkunft des Rates umfunktionierten Sitzung kurz vor dem Höhepunkt des närrischen Treibens stellten sich von den vier durch die Fraktionen in die engere Wahl genommenen Kandidaten drei vor. Nach einer kurzen Pause von gerade mal einer Viertelstunde, so Linkens, waren sich die Fraktionen einig: Iris Tomczak-Pestel soll es machen.

Die Formalia gilt es zwar noch zu beschließen, aber angesichts dieser Vorentscheidung gilt die Nachfolgeregelung als sicher.

Dabei setzt man auf ein echtes Eigengewächs der Baesweiler Verwaltung. Nach einer zweijährigen Ausbildung zur Technischen Zeichnerin studierte Tomczak-Pestel an der RWTH Aachen, „und arbeitete nebenher für uns weiter“, lobte der Bürgermeister den Einsatzwillen der Kollegin. Nach dem Studium wurde die Architektin im Hochbauamt und dann im Bauordnungsamt eingesetzt, deren Leiterin sie wurde. „Sie ist prädestiniert für die neue Aufgabe“, sagt der Bürgermeister. Und Unterstützung auf breiter Front sieht er auch: „Sehr qualifizierte Amtsleiter und Kollegen tragen sie mit.“

Linkens hebt zudem die soziale Kompetenz der Nachfolgerin des zum 26. April ausscheidenden Technischen Beigeordneten Strauch hervor. Tomczak-Pestel sei im Kirchenvorstand in Setterich sehr engagiert.

„Viele auch von außen Zugezogene haben Baesweiler als Wohnstadt sehr gern. Unsere Stadt ist mit all‘ den Freizeitangeboten sehr attraktiv“, weiß die angehende Dezernentin aus vielen Gesprächen mit Bürgern, die zum Beispiel von Baesweiler nach Düsseldorf zur Arbeit pendeln. Hier wollen Linkens und Tomczak-Pestel gemeinsam weiter dafür sorgen, dass die Kommune weiterhin genügend Flächen anbietet, um Bauland bezahlbar zu machen.

Ein großes Anliegen ist da auch der soziale Wohnungsbau, wie der Bürgermeister hervorhebt. Mittel seien hierfür in den Haushalt eingestellt, das Vorgehen werde noch erarbeitet und in den Gremien vorgestellt.

„Wir wollen als Stadt selbst tätig werden und Investoren dazu bewegen, dies auch zu tun“, sagte Linkens. So steht der Bebauungsplan „Am Kloshaus“ auf der Agenda – und weit mehr: Sanierung der beiden Rathäuser in Baesweiler und Setterich, Sanierung des Hallenbads zum Beispiel.

Und es gibt noch eine „Baustelle“: Die Leitung des Bauordnungsamtes wird neu ausgeschrieben.

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