Alsdorf - Inzwischen muss man Aqus ohne Cinram denken

Inzwischen muss man Aqus ohne Cinram denken

Von: Verena Müller
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Rückblick und Ausblick: Aqus-Geschäftsführer Moritz Möller. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Dass sich das Unternehmen Aqus in unmittelbarer Nachbarschaft zu Cinram befindet, ist kein Zufall. Und ohne die Geschichte von Cinram kann man auch die Geschichte der Ausbildungs- und Qualifizierungsservices GmbH nicht erzählen, dessen Geschäftsmodell darauf basiert, im Auftrag anderer Unternehmen Azubis und Umschuler fit für den Job zu machen.

Wie der Cinram-Vertriebschef Cappi Frenger – einer von vielen Gratulanten bei der kleinen Feier zum 15-jährigen Bestehen des Dienstleisters – in seiner kurzen Ansprache dann auch Revue passieren ließ, hatte Günther Möller zunächst der Ausbildungssparte von Cinram (damals noch unter Warner Music Entertainment firmierend) seinen Stempel aufgedrückt, bevor er im Outsourcing-Prozess des CD-Produzenten im Jahr 2002 die Aqus gründete. Goldene Zeiten seien das damals mit seinem Weggefährten Günther Möller gewesen, „als wir uns noch alles leisten und alles fördern konnten“, erinnert sich Frenger.

Der enge Kontakt blieb, auch als Möller nebenan die Ausbildung für Cinram übernahm. Noch vor fünf Jahren hing Aqus am Tropf des großen Nachbarn, wie Möller junior sagte. Inzwischen, muss man sagen, bildet Cinram überhaupt nicht mehr aus. Ende der kommenden Woche soll die Übernahme unter Dach und Fach sein. Drei Wochen später als ursprünglich geplant.

Für Aqus bedeutete diese Entwicklung einen Abnabelungsprozess, der gelungen ist. Inzwischen zählt das Unternehmen 100 Azubis und 60 Umschuler aus der Region. Bonback gehört beispielsweise zu den Kunden.

Seit Möllers plötzlichem Tod im Jahr 2013 führt seine Frau Elisabeth die Geschäfte weiter. Inzwischen ist auch einer der vier Söhne, Moritz Möller, unterstützend in der Geschäftsführung tätig. Ein zweiter Standort wurde eröffnet, in Heinsberg-Oberbruch. Unter dem Strich zählt die GmbH zehn Mitarbeiter plus ebensoviele freie Dozenten.

Moritz Möller appellierte in seiner Ansprache an die Unternehmer: „Lassen Sie Ausbildung nicht nebenbei machen, denn Ausbildung lässt sich nicht nebenbei machen.“

Heike Krier, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung bei der IHK Aachen, betonte, dass heutzutage ein Bruch in der Karriere eine Chance bedeuten könne. „Es ist wichtig, auch mal was anderes gemacht zu haben.“ Dass Aqus nicht aus reinem Geschäftsinteresse sondern mit Herzblut engagiert sei, belegte sie mit dem Umstand, dass Aqus zu den Mitgründern des Qualitätsverbunds berufliche Weiterbildung der IHK gehört und fast alle Aqus-Ausbilder auch (ehrenamtliche!) Prüfer bei der Kammer sind. Volker Hogl, Ausbildungsleiter des Alsdorfer Dienstleisters, sagte, in der Ausbildung ginge es mehr als nur um die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen.

Worte der Anerkennung fand auch Bürgermeister Alfred Sonders: „für uns am Standort von hohem Wert“.

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