Intime Momente im Leben vor der Linse

Von: hm
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Beeindruckt: Ausstellungsdirektorin Joanna Szymanska vor Fotos der Schau „Gesellschaftliche Sensibilität im Objektiv“. Foto: Helena Mertens

Herzogenrath. Zwischen der Bücherecke und den Secondhand- Möbeln stechen die Photographien zweier Frauen aus Polen regelrecht ins Auge – und das sollen sie auch. Zu sehen sind sehr intime Momente im Leben einzelner Menschen, die mit ihrem Schicksal gekämpft haben.

Die Fotoausstellung „Gesellschaftliche Sensibilität im Objektiv“ wurde am Donnerstagnachmittag offiziell von Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU) und Herrn Gluszak, Präsident und Gründer der Föderation sozialer Organisationen der Ermländisch-Masurischer Woiwodschaft (FOSA), im Gebrauchtwarenkaufhaus Patchwork eröffnet.

„Mit dieser Ausstellung wollten wir unterschiedliche Facetten unserer umfangreichen Arbeit und Organisation zeigen“, erklärte Gluszak auf Polnisch. Die Föderation sozialer Organisationen der Ermländisch-Masurischen Woiwodschaft ist ein regionaler Dachverband im Nordosten Polens. Verschiedene Projekte, beispielsweise mit benachteiligten Jugendlichen, körperlich oder geistig beeinträchtigten Menschen und Opfern des Holocausts, werden von der Föderation sozialer Organisationen in den polnischen Städten Olsztyn (Allenstein) und Illawa durchgeführt. Finanziert werden diese unter anderem von der deutschen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ in Berlin.

Joanna Szymanska ist die leitende Direktorin der Ausstellung, arbeitet für die Föderation Fosa in Polen und promoviert zurzeit in Aachen als Politikwissenschaftlerin. Durch die Dozenten der RWTH sei auch der Kontakt mit der Stadt Herzogenrath entstanden und das Gebrauchtwarenkaufhaus in Merkstein habe sich als idealer Ort für das Projekt erwiesen.

Auf das Ergebnis der monatelangen Arbeit ist die junge Frau stolz und betont mit Nachdruck: „Die Fotoausstellung ist uns wichtig gewesen, sie dient im Grunde als Auftaktveranstaltung. Wir wollen eine engere Zusammenarbeit und können in Polen viel von der Umsetzung einiger Projekte hier in Deutschland lernen.“

Und auch Christoph von den Driesch ist sich sicher: „Wir wollen heute nicht nur eine Fotoausstellung zeigen, sondern eine Kooperation vertiefen.“ Im Anschluss an die offizielle Eröffnung gab es deswegen eine Diskussionsrunde. Mit dabei waren Dr. Manfred Fleckenstein, stellvertretender Bürgermeister, Reinhard Granz, Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees, Claudia Liepertz und Jürgen Lennartz von der AWO und Werner Wilfing, Leiter des Gebrauchtwarenkaufhauses Patchwork.

Zu welchem Ergebnis sie dabei gekommen sind, soll gegen Ende der Fotoausstellung Anfang Dezember in einem Feedback-Gespräch bekannt gegeben werden, sagte Joanna Szymanska.

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