Alsdorf - Internet-Kampagne: Einzelhandel und Innenstadt stärken

Internet-Kampagne: Einzelhandel und Innenstadt stärken

Von: Holger Bubel
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Leerstände und hässliche Fassaden – auch an markanten Stellen in der Innenstadt wie gegenüber dem Denkmalplatz oder dem Zugang zum Zentralparkplatz sollen auch mit Hilfe des Online-Portals und des Fassadenprogramms aus dem Stadtbild Alsdorfs verschwinden. Foto: Holger Bubel
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Leerstände und hässliche Fassaden – auch an markanten Stellen in der Innenstadt wie gegenüber dem Denkmalplatz oder dem Zugang zum Zentralparkplatz sollen auch mit Hilfe des Online-Portals und des Fassadenprogramms aus dem Stadtbild Alsdorfs verschwinden. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Wenn die Verwaltung mit ihrem Chef Alfred Sonders in den „Kleinen Sitzungssaal“ des Rathauses einlädt, bedeutet das in der Regel die Ankündigung von etwas Großem oder von einschneidenden Veränderungen für die Stadt.

Auch gestern sollte das der Fall sein: „Wie können wir die Entwicklung der Innenstadt optimieren und positiv fortführen?“, lautete das Thema, und gleich dazu gab es die Erläuterungen zu einem gangbaren Weg, dieses Ziel auch zu erreichen.

Mit dem neuen Internetportal „Innenstadt Online“ auf der Homepage der Stadt Alsdorf soll eine dauerhaft tragfähige Organisation zur Nutzensteigerung auf Basis einer aktiven und engagierten Kooperation zwischen der Stadt Alsdorf und den privaten Eigentümern und Einzelhändlern auf die Beine gestellt werden.

Die Innenstadt hat gute Einzelhandelsgeschäfte und Fachhändler, weist aber leider noch Lücken auf, begründet Sonders, die „Parteien“ Eigentümer und Verwaltung zusammen zu bringen. Zudem gebe es eine erneuerungsbedürftige Gebäude- und ausbaufähige Bevölkerungsstruktur. „Deswegen haben wir das Projekt Soziale Stadt Alsdorf-Mitte angestoßen, das einen weiteren Meilenstein darstellt. Wir haben damit eine Fülle von Instrumenten, um die Innenstadt zu entwickeln. Und es hat sich bereits einiges getan. Der große Leerstand in der Luisenpassage ist beseitigt. Vom Gesundheitszentrum im ehemaligen Globuscenter profitiert auch das Rathauscenter, wie man deutlich sieht“, bilanziert er.

Das neue Seniorenzentrum an der Stadthalle trage auch dazu bei, die Rathausstraße und den dortigen Einzelhandel zu stabilisieren. Ein weiteres Instrument: Das Fassaden- und Hofprogramm hilft Immobilienbesitzern, in die Jahre gekommene Fassaden zu sanieren und die Gebäude für eine neue Vermietung attraktiv zu machen. „Das Online-Portal ist also die konsequente Fortführung eines bereits eingeschlagenen Weges“, erklärte Alfred Sonders.

„Leerstand schadet – dem einzelnen Immobilienbesitzer, der Stadt, dem Verbraucher. Gemeinsam wollen wir gegen Leerstand arbeiten. Allein erreicht man nichts, erst zusammen mit allen Protagonisten können wir Dinge nachhaltig ändern“, führte Michael Eßers, Projektleiter bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion Aachen (WFG) aus.

Zum Online-Projekt gehört die Erarbeitung eines Konzeptes, das helfen soll, Ladenleerstände abzubauen und weiteren Geschäftsaufgaben im Bereich des Programmgebietes Soziale Stadt Alsdorf-Mitte entgegenzusteuern. Dazu wurden mit den Zuständigen – etwa der Aktionsgemeinschaft Alsdorf, dem Stadtmarketing Verein, Banken oder dem Einzelhandel – Informations- bzw. Austauschgespräche geführt, um daraus resultierende Vorschläge mit zu berücksichtigen.

Eigentümer werden kontaktiert

In einem nächsten Schritt werden im Rahmen der Bestandsaufnahme die Eigentümer gewerblicher Räumlichkeiten im Projektgebiet mit einem entsprechenden Erhebungsbogen kontaktiert werden. Dabei werden konkrete Werte wie Größe der Ladenlokale und der Nebenräume, aktueller Status (in Nutzung oder Leerstand), Name der Ansprechpartner, bisherige Nutzung, potentielle Mieten und Nebenkosten, etc. abgefragt. Dieser Erhebungsbogen ist auch auf der städtischen Homepage im Bereich „Wirtschaftsförderung und Liegenschaften“ zu finden. Immobilieneigentümer können sich dort ebenfalls einloggen und ihre Daten online einpflegen.

Zudem wird eine Onlineplattform www.Innenstadt-Online-Alsdorf.de erstellt, auf der kostenfrei Angebot und Nachfrage zusammentreffen sollen. Dieser Service wird voraussichtlich nach den Sommerferien freigeschaltet. Dort können Immobilienbesitzer ihre Flächen in einem attraktiven und professionellen Rahmen präsentieren – ohne Kosten oder Maklergebühren. Jetzt sind die Eigentümer von Gewerberäumen in der Innenstadt gefragt: „Je mehr Eigentümer bei unserem neuen Projekt mitmachen, desto schneller funktioniert das neue Marketing-Instrument“, ermuntert Sonders zur Teilnahme. „Wenn wir das umsetzen, was wir zum Thema Innenstadt im Kopf haben, haben wir in sechs Jahren ein ganz anderes, attraktives Zentrum.“

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