Alsdorf - Interessengemeinschaft Wardener Bürger besteht 40 Jahre

Interessengemeinschaft Wardener Bürger besteht 40 Jahre

Von: ms
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Vor dem Rekultivierungsplan: (v.l.) IGM-Geschäftsführer Robert Pelzer, Deponieleiter Rolf Koch, Technischer Leiter Karl Rambadt, IGM-Vorsitzender Franz-Josef Schüller und Beirat Peter Weidenhaupt. Foto: Schmitz

Alsdorf. Die „Interessengemeinschaft Wardener Bürger zur Abwehr von Umweltbelästigungen und Gefahren“ besteht im April 2015 40 Jahre. Sie wurde seinerzeit gegründet, als bekannt wurde, dass der Kreis Aachen am Rande von Warden im Abbaugebiet der Rheinbraun eine Kreis-Mülldeponie anlegen wolle.

Seit dieser Zeit sind die Wardener Interessenvertreter im Einsatz. Erster Vorsitzender wurde Mitgründer Josef Mertens, der nach seinem Tod von Franz Waldorf und nach dessen Tod von Franz-Josef Schüller beerbt wurde. Bis heute ist Mitgründer Robert Pelzer Geschäftsführer.

Man konnte zwar die Mülldeponie nicht mehr verhindern, habe jedoch durch eine „harte“, aber stets konstruktive Zusammenarbeit mit den Behörden und besonders der AWA Entsorgung GmbH erreicht, dass ein Leben neben einer solchen Großdeponie möglich war.

In den 40 Jahren des Bestehens habe die Wardener Interessengemeinschaft aber noch mehr durchsetzen können, vom Bau der geforderten K 10 vor Eröffnung der Deponie, den Schallschutzwällen entlang der Autobahn bis zum Bau des Regenrückhaltebeckens in der Straße Am Alten Gericht nach zweimaligen „Jahrhundertregen“. Bis heute halten die Aktivisten bezüglich der Verfüllung der Deponie – seit Jahren nur noch mit Rostasche – und der jetzt laufenden Rekultivierung ständig Kontakt mit der AWA. Mit anderen Worten: Es wurde keine Maßnahme im Kontext vorgenommen, ohne dass sie mit der Wardener Interessengemeinschaft abgesprochen worden sei. Jährlich traf man sich nach Bedarf, in der jüngsten Zeit mindestens rund dreimal im Jahr zu Besprechungen und Besichtigung auf der Deponie.

Hierzu gehört auch die traditionelle Jahresabschlussbesprechung. Der Technische Leiter der Deponie, Karl Rambadt, hieß dazu Vorsitzenden Franz-Josef Schüller, Geschäftsführer Robert Pelzer und Beirat Peter Weidenhaupt willkommen.

Alle zeigten sich mit der Entwicklung der Deponie in Richtung Endzustand, der etwa drei bis vier Jahren erreicht sein soll, mehr als zufrieden. Pelzer dankte Rambadt und dem Deponieleiter Rolf Koch für die bewährte Zusammenarbeit.

Der geplante neue Kompostplatz, künftig der einzige für die gesamte Region, wird jetzt endgültig weiter weg von Warden und Kinzweiler am äußersten Rand der Deponie gebaut.

„Keine Geruchsauswirkungen“

Durch die geschlossene Halle, so erläuterte Rambadt, gebe es keine negativen Geruchsauswirkungen mehr für das 700 Meter entfernte Warden. Außerdem wird auf dem vorgesehenen Gelände nicht zuletzt zum Schutz von Kinzweiler ein Schutzwall errichtet.

Im übrigen werde die weitere Rekultivierung so ablaufen wie besprochen. Karl Rambadt erläuterte dies nochmals anhand von Plänen den Wardener Interessenvertretern.

„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit war auch dadurch möglich, dass der Technische Leiter Rambadt bereits seit 1978 Gesprächspartner der Wardener war. Gemeinsam mit Deponieleiter Rolf Koch, der hier seit 1990 die Verantwortung trägt. Beide sind immer ansprechbereit. Auf beide konnte man sich immer verlassen“, betonte Pelzer abschließend noch im Namen der Wardener Interessengemeinschaft.

Rolf Koch ist nunmehr in Ruhestand gegangen. IG-Vorsitzender Franz-Josef Schüller dankte „der Zuverlässigkeit in Person“ und übergab Koch ein Präsent. Mit Ulla Baumöller stellte Rambadt die Nachfolgerin von Rolf Koch und mit Guido Schuster seinen eigenen Nachfolger im Frühjahr 2015 vor, mit denen bei dieser Gelegenheit schon erste Gedanken ausgetauscht wurden.

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