Integriertens Handlungskonzept: Bürger melden sich zu Wort

Von: ehg
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Informierten Bürger über das Integrierte Handlungskonzept Würselener Innenstadt: (v.l.) René Nürnberger, Domenik Erbelding, Fachausschussvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz, Technischer Beigeordneter Till von Hoegen, Rainer Kalscheuer und Manfred Schmitz-Gehrmann, Stadtverwaltung. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Deutsche Stadt- und Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft (DSK) in Bonn befasst sich im Auftrag der Stadt Würselen mit der Aufstellung des sogenannten Integrierten Handlungskonzeptes für die Innenstadt.

Die Firma hat mittlerweile die funktionale und städtebauliche Bestandsanalyse so weit abgeschlossen, dass die Bürger in dessen Entwicklung einbezogen werden können. Fällt der Bürgerbeteiligung doch, so DSK-Gebietsleiter NRW, Rainer Kalscheuer, auf dem ersten und nicht letzten Forum, das unter der Leitung des Vorsitzenden des zuständigen Ausschusses, Karl-Jürgen Schmitz, im großen Sitzungssaal des Rathauses stattfand, eine besondere Bedeutung zu.

Erreicht werden soll mit Fördermitteln des Landes eine urbane Ertüchtigung der Innenstadt.

Schmitz freute es, neben Funktionsträgern eine so nicht erwartete große Zahl von Bürgern begrüßen zu können. Es sei ein Beweis dafür, dass das Thema ihnen auf den Nägeln brennt.

Durch die Bestandsanalyse ist laut Kalscheuer ermittelt worden, wo in den verschiedensten Bereichen Handlungsbedarf besteht. An Beispielen benannte er die „wunden“ Punkte im Erscheinungsbild der Innenstadt, sowohl was die öffentlichen Einrichtungen oder auch die privaten Immobilien anbetrifft. Die DSK werde keine fertigen Entwürfe vorlegen. Vielmehr sollen in die späteren konkreten Empfehlungen für durchzuführende Maßnahmen auch die Anregungen der Bürger einfließen. Es handele sich bei der Erarbeitung des Handlungskonzepts, die bis Ende 2016 abgeschlossen sein soll, um einen Prozess. Das Handlungskonzept ist Voraussetzung für die Aufnahme in die Städtebauförderung des Landes NRW. Das Handlungskonzept soll dann für die nächsten fünf bis zehn Jahre Bestand haben.

Dass vor allem bei öffentlichen Gebäuden nicht nur die äußere Hülle, sondern auch die Multifunktionalität ertüchtigt werde, hielt Kalscheuer für wichtig.

Auf den Prüfstand gestellt wurde bei der Bestandsanalyse die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Wo im Stadtgarten der Gestaltungshebel angesetzt werden muss, sprach er beispielhaft an. Auch der künftige Standort des Markt-Precketer Kirmeszeltes wurde angesprochen. Ins Auge gefasst wurden aber auch die Bebauung des Singer-Geländes und die Behebung der Leerstände an der Kaiserstraße, mittlerweile 25 an der Zahl. Dass Modernisierungsbedarf im privaten Gebäudebestand besteht, auch darauf legte Kalscheuer das Augenmerk. Er legte seine Finger in viele Wunden, die durch entsprechende Maßnahmen geheilt werden können und müssen.

Wert legte der Leiter des Projektes darauf, „dass das Konzept nicht zum Selbstzweck, sondern für die Menschen, die in der Stadt Würselen leben, erarbeitet wird“.

Nachdem der Boden für den nächsten Schritt bereitet war, wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, Innenstadtsanierung, Modernisierung im privaten Bereich und Stärkung der Stadtfunktionen, wobei die zweite Arbeitsgruppe zahlenmäßig am schlechtesten abschnitt. Sie nahmen in getrennten Räumen unter der Leitung von Rainer Kalscheuer, Dominik Erbelding und Rene Nürnberger (alle DSK) ihren ersten Meinungsaustausch vor. Die Ergebnisse werden für den Stadtrat noch aufbereitet.

Dabei merkte der ehemalige Bundestagsabgeordnete Achim Großmann an, das Konzept wegen der zu erwartenden Fördermittel nicht auf die lange Bank zu schieben. Er machte sich für einen Termin vor Ende 2016 stark. Vorgestellt wurden in einer Arbeitsgruppe auch die konkrete Möglichkeit zum Erlangen von Fördermitteln im privaten Bereich.

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