Integrationsverein serviert „Noahs Pudding“

Von: mabie
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Nahrhaft: Bürgermeister Christoph von den Driesch (l.) gehörte zu den Gästen, denen Fehmi Tarasi (r.), Vorsitzender des Integrationsrats, zum ersten Mal von Noahs Pudding servierte. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Was ist eigentlich Noahs Pudding? Zumindest im Vorfeld des ersten Noah-Festes des Integrationsrates und des Integrationsvereins in Herzogenrath am Merksteiner August-Schmidt-Platz war nicht allen Gästen bewusst, was es mit dieser Leckerei auf sich hat.

Fehmi Tarasi als Vorsitzender des Integrationsrates hatte aber eine ebenso simple wie schnelle Auflösung parat: Es gab Pudding für alle, natürlich mit allem, was dazugehört. Bohnen, Sultaninen, Walnüsse, Feigen, Weizen, Orangen, Granatäpfel, Kichererbsen, Datteln und Pfirsiche waren auf Wunsch dabei. „Das Interessante am Gericht ist jedoch, dass in Noahs Pudding, obwohl er einen eigenen Geschmack hat, jede einzelne Zutat herauszuschmecken ist“, ergänzte Fehmi Tarasi am Rande des Festes.

Der besondere Geschmack, den sich Politiker aller Couleur aus dem Stadtrat munden ließen, hatte aber natürlich noch einen Hintergrund. „Der Brauch geht auf den Propheten Noah zurück“, klärte Tarasi auf. Als dessen Arche am Berg Ararat landete, wollten Noah und seine Gefährten ein Festessen kochen, um die Rettung zu feiern.

Da aber nur wenige Zutaten übrig waren, mischten sie einfach alles zusammen und kochten daraus ihr Mahl, das sich der Überlieferung nach durch die Gnade Gottes vermehrte und alle sättigte. „Der Tag der Errettung fiel damals auf den zehnten Tag des Monats Muharrem, weshalb auch das Gericht zur Erinnerung an jenen Tag den Namen Ashure bekam“, schloss Tarasi. Auch Jahrtausende später wird diese Tradition aufrechterhalten, auch wenn einige der Gäste an diesem Tag zum ersten Mal mit köstlichem Noah-Pudding die Errettung feierten.

Und mit dem Geschmack zogen die Organisatoren des gut besuchten Festes auch eine Parallele zum Zusammenleben der Kulturen. „Viele verschiedene Kulturen, Religionen und Denkweisen, die sehr unterschiedlich sein können, trotzdem aber gemeinsam eins sind“, schmeckte Tarasi aus dem Besuchercocktail heraus.

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