„Inside Annapark“: Kreative Aktionen und Workshops für Jugendliche

Von: mabie
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Bilanz gezogen: Straßenkunst war Trumpf bei „Inside Annapark“, wozu natürlich auch die Kreation eigener Sprühkunstwerke gehörte. Foto: Markus Bienwald
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Breakdancer Sergej Retich zeigte den jungen Menschen in Alsdorf, welche „Moves“ mit viel Training und Körperbeherrschung drin sind. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Schnell musste Matthes Straetmans nicht sein, um mit seiner Sprühdose ein Kunstwerk fertigzustellen. Nur Geduld brauchte er, der in der Szene der Maler als „Lazy 65“ bekannt ist. Am letzten von drei Tagen voller kreativer Aktionen und Workshops für Jugendliche am Skatepark Annapark (Projekt „Inside Annapark“) freute er sich auf die Ergebnisse seiner Schüler.

„Die haben sich super geschlagen“, sagte Matthes. Der Spaß sei auch nicht zu kurz gekommen. Und auch, wenn sich hier ganze Generationen junger Menschen zwischen zehn und 27 Lebensjahren begegneten, so hatten sie definitiv kein Problem miteinander, meinte er, ehe er sich wieder dem kreativen Umgang mit Farbe widmet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, und machen auch der Aktion „Menschen helfen Menschen“ unserer Zeitung, dem Lions-Club und dem Rotary-Club alle Ehre, denn diese drei unterstützten das Projekt auf dem Annapark-Gelände finanziell. Veranstaltet vom Verein „Vor Ort“, der Planungsgruppe Jugend und dem Jugendamt der Stadt Alsdorf, vereinten die drei Tage aber nicht nur verschiedene Träger von Jugendarbeit.

„Alle, die vor Ort mit jungen Menschen arbeiten, waren eigentlich dabei“, sagte Heinz Wolke, der ansonsten für die KOT der evangelischen Kirchengemeinde arbeitet. Er freute sich über den regen Zuspruch bei den jungen Leuten, die sich auch von ein paar Regentropfen nicht abhielten ließen. „Und dadurch dass es nicht die Massen an Teilnehmern waren, war es für die, die da waren, sehr kommunikativ“, schloss Wolke.

„Der Regen hat mich nicht gestört“, sagt Maurice Eichner, „schließlich hatten wir ja auch ein Zelt.“ Dort konnte es weitergehen, wenn die Schleusen am Himmel ganz aufgedreht waren. Aber ansonsten war der 13-Jährige wie auch die anderen Teilnehmer am liebsten draußen auf der herrlichen Skatefläche. Die passenden Boards blieben natürlich nicht unangetastet in der Ecke stehen, aber die kreativen Dinge hatten eindeutig Vorrang bei der Tagesgestaltung. Da gab es beispielsweise Hip-Hop-, Gesangs- oder Cheerleader-Angebote, die bei entsprechendem Umgang mit den körperlichen Ressourcen viel Applaus versprachen. Was für die Älteren der Applaus bedeutet, das ist bei den Jugendlichen mit der so genannten „Street-Credibility“ besetzt, und davon gab es eine ganze Menge bei „Inside Annapark“.

So legte das Organisationsteam die passende Musik in einer für eine Open-Air-Veranstaltung weit abseits der Wohnbebauung angemessenen Lautstärke auf. Da schnappte sich Maurice Eichner nicht nur die Sprühdose, um sein Kunstwerk zu vollenden und die lange Reihe von fertigen Bildern zu ergänzen. Er spielte auch mit dem Diablo oder ließ sich von Profi Sergej Retich die richtigen Schritte zum perfekten Move beim Breakdance zeigen. „Langsam, langsam“, mahnte der seine Schützlinge beim entsprechenden Kursangebot, zeigte mit seinen Kollegen aber auch gerne, was die perfekt durchtrainierten Könner bei dieser halsbrecherisch anmutenden Sportart so alles drauf haben. Damit das Ganze nicht irgendwann in Vergessenheit gerät, wurde täglich noch ein Video vom ganzen Projekt präsentiert.

Drei Tage Spaß lockten zum Abschlussabend mehr als nur die Teilnehmer zum Skatepark, denn dank der Bands „Out of City“ und „Hoshi’s Island“ durfte zum Schluss noch mal richtig Party gemacht werden. Auch das war letztlich eine Art von Kunst, denn sich und das Geschaffte zu feiern, gehört nun mal zum Kreativbetrieb unbedingt dazu.

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