Innenstadtentwicklung: Auch die Bürger gestalten fleißig mit

Von: Holger Bubel
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Wo steckt Potenzial? Auf Karten wurde eingezeichnet, wo die Stärken und Schwächen im Stadtkern zu finden sind. Foto: Holger Bubel
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Interessiert an der Innenstadtgestaltung: Bürger, Studenten und Verwaltung steckten die Köpfe zusammen, um die Pläne für die Zukunft mit zu entwerfen.

Alsdorf. Während der FC Bayern am Dienstagabend gedemütigt wurde und mit einem pomadigen Auftritt sang- und klanglos durch ein 0:4 im eigenen Stadion gegen Real Madrid aus der Championsleague schied, steckten im Energeticon leistungsbereite und engagierte Bürger, Studenten, Verwaltungsmitarbeiter und Politiker die Köpfe zusammen, damit es weitergeht.

Mit der Alsdorfer Innenstadt nämlich, deren Entwicklung auf der Agenda der Stadt ganz oben steht.+

Gestartet ist das Projekt Innenstadtentwicklung mit einer studentischen Ideensammlung, an der die FH Aachen, die RWTH Aachen und die FH Düsseldorf teilnehmen. Die Studierenden hatten bereits einen intensiven, dreitägigen Workshop mit ihren Professoren in den Seminarräumen der Stadthalle hinter sich. Ihre Aufgabe: Die zukunftsorientierte Gestaltung des Gebietes Zentralparkplatz und des freien Geländes hinter dem Rathaus. Frische, unverbrauchte Ideen, visionäre Ansätze und mutige Denkweise erhofft sich die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg, die das Projekt leitet, von den jungen Studierenden.

Während die rund 50 Hochschüler bereits rundum informiert waren, brachte die Technische Beigeordnete auch die interessierten Bürger auf den neuesten Stand in Sachen Plangebiet Innenstadt und stellte die Workshop-Themen vor. An großen Arbeitstischen setzten sich die Teilnehmer zu den Themenschwerpunkten „Lokale Ökonomie und Handel“, „Stadtbild, öffentlicher Raum“, „Wohnen, Demografie und Nutzungen“ sowie „Verkehr“ zusammen, um zu diskutieren und Wünsche, Ideen, Vorstellungen einzubringen.

Moderiert wurden die Workshops von den Hochschulprofessoren und Verwaltungsmitarbeitern, Bürgermeister Alfred Sonders und der Technischen Beigeordneten. Die Studenten hatten Gelegenheit, ihre ersten Ideen zu präsentieren und Anregungen der Alsdorfer mit einfließen zu lassen. Im Anschluss wurden die einzelnen Workshop-Ergebnisse und „Lieblingsideen“ präsentiert. Alfred Sonders, der den Workshop Ökonomie und Hadel leitete, zeigte sich tief beeindruckt besonders von den Studenten: „Die jungen Leute stellten viele interessante Fragen. Ich glaube, es war richtig, diese studentische Ideensammlung zu initiieren. Sie haben einen frischen, unverbrauchten Blick auf die Stadt. Selbst ist man ja von Zwängen und Bekanntem beeinflusst.“

Eine der wichtigsten Vorgaben für das Plangebiet Zentrum bislang: „Kleinteilig denken, Zentrum auflockern, Identifikationspunkte schaffen“, resümierte RWTH-Professor Rolf Westerheide. Nicht Quantität, sondern Qualität forcieren, nicht Menge, sondern Klasse etablieren. Und nicht etwa auf die Idee verfallen ein Einkaufscenter oder ähnliches in die Innenstadt zu setzen. „Niveau, Niveau, Niveau!“, fordert Stadtplaner Westerheide.

Im Juni sollen in einer Zwischenprojektphase die eingeschlagenen Wege vorgestellt werden, im August werden die fertigen Arbeiten der Studenten von einer Jury beurteilt. Der Öffentlichkeit werden sie im September vorgestellt.

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