Initiative „Wohnen am Langhaus” nimmt Stellung zu Schulbauprojekt

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Alsdorf. Die Bürgerinitiative „Wohnen am Langhaus”, namentlich Karl-Heinz Balfanz, nimmt Stellung zu den Aussagen von Ministerialdirigent Hans-Dieter Collinet und Bürgermeister Helmut Klein in Sachen Schulbauprojekt am Rande des Annageländes.

„Die Aussage, dass die Initiative sich durch die Grünen vereinnahmen lässt, grenzt schon an Frechheit. Ebenso die Abstempelung, wir wollten uns nur den freien Blick auf die Kraftzentrale zu erhalten, ist völliger Unsinn” so die Bürgerinitiative.

Der ehemalige Bebauungsplan mit Kleingewerbe und Handwerksbetrieben sei den Anwohnern durchaus bekannt. Collinet, der den Anwohnern vor einem Jahr noch das Energeticon (mit Kraftzentrale) als Ausflugsziel empfohlen habe (Stichwort Grünmetropole), habe jetzt kein Problem damit, dieses Gebäude zuzubauen. „Tja, Herr Collinet ist zwar ein engagierter, aber eben kein betroffener Bürger”, lautet die Feststellung der Betroffenen.

Zu den angeführten 780.000 Euro Differenz in den Betriebskosten stelle sich die Frage, wie die Differenz nach einer Sanierung am Standort Ofden aussehen würde. Und wieso das neue Schulzentrum für die Alsdorfer Bildungslandschaft und die Stadtentwicklung ein bedeutsames Projekt darstelle, wird gefragt.

Sanierung nicht weiter verfolgt

Des weiteren habe die Initiative lesen müssen: „Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft und ihre Förderung muss Priorität haben.” Das sei wahrscheinlich der Grund, warum in den letzten Jahren die Zuschüsse für Jugendpflegearbeit, Kinder- und Jugendschutz und so weiter gekürzt worden sind.

Und dass eine Sanierung nach modernen energetischen Standards nicht möglich sei, sei ebenfalls fraglich. „Tatsache ist doch, dass die eingereichten Sanierungskonzepte nicht den geforderten Standards entsprachen. Warum hat sich die Stadt nicht mit überarbeiteten Konzepten erneut beworben? Da hätte man wenigstens zweigleisig fahren können und ein neues Sanierungs- und Neubaukonzept parallel prüfen können”, fährt die Initiative in ihrer Kritik fort.

Die Aussage, dass eine Verschuldung der Stadt Alsdorf (Kreditaufnahme bis jetzt mit 17 Millionen veranschlagt, ohne Folge- und Zusatzkosten wie zum Beispiel Bau einer Kampfarena) bei einem Haushaltsdefizit von 40 Millionen und einbrechenden Steuereinnahmen - bis jetzt 7.4 Millionen Euro erwartet - ein „Einzelinteresse” darstellen, zeuge von ziemlicher Ignoranz dem Bürger gegenüber.

Und schließlich: „Ein Bürgermeister, der in einer Fragestunde auf die Anfrage eines Anwohners nach dem Lärmschutzkonzept erwidert, dann müsse der Hausmeister eben für Ruhe sorgen, kann nicht erwarten, dass sich dieser Bürger ernst genommen fühlt.”
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