Infos, Workshops und Vorführungen: Familienfest in Herzogenrath

Von: bea
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Freifunk in der „KostBar“: Dass es funktioniert demonstrieren (v.l.) Wilfried Hammers, „Patchwork“-Leiter Werner Wilfling, Andrea Kever, Geschäftsführerin der Recyclingbörse, Ludwina Hupfauer, Hans-Michael Peinkofer vom Förderverein und Agnes Schnieders. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. In ihrem Bestreben, ein allgemeines Bewusstsein bei den Menschen für eine nachhaltige Welt zu schaffen, lassen sich die Akteure des Fördervereins für Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen ständig etwas Neues einfallen.

So wird der Besucher beim großen Familienfest, das am kommenden Sonntag, 8. Mai, im Gebrauchtwarenkaufhaus „Patchwork“ an der Kirchrather Straße über die Bühne geht, unter anderem die neue „KostBar“ in Augenschein nehmen und ausprobieren können. Denn das „Patchwork“ hat sich mit seiner Kaffee-Ecke samt gut bestückter Theke längst zu einem Treffpunkt im Quartier entwickelt. Den galt es nun noch weiter auszubauen – unter anderem durch eine gemütliche Sofaecke und ein erweitertes Essensangebot. „Menschen verschiedenen Alters und Milieus sollen sich treffen können“, lautet der Wunsch von Wilfried Hammers, dem Vereinsvorsitzenden.

Freifunk, erst jüngst installiert, soll „zur Relevanz des Cafés beitragen“, wie Hammers es ausdrückt. Ohne Smartphone geht schließlich nichts mehr, das weiß auch er. Warum beim Surfen nicht an der „KostBar“ im „Patchwork“ eine leckere „Latte“ und einen pikanten Snack genießen? Aufbereitete Möbel sollen in das neue Café integriert werden, das so Kult-Charakter bekommen könnte.

Natürlich steht das große Familienfest am 8. Mai auch im Zeichen des Fashion Revolution Days, der seit dem verheerenden Einsturz einer Textilfabrik in Dhaka/Bangladesh jedes Jahr zum 24. April im Gedenken an die 1134 Todesopfer und über 2500 Verletzten veranstaltet wird. Riesige Aktionsposter „Who made my clothes?“ zeugen davon. „Faire Produktionsbedingungen werden bei uns immer in Thema sein“, sagt Hammers mit Verweis unter anderem auf die Textilwerkstatt.

Ebenso wie die Vermeidung von Wohlstandsmüll. 1998 hatte die Recyclingbörse den ersten Reparaturführer aufgelegt. Jetzt soll das Ganze eine handfeste Neuauflage erleben, in Form eines „Repair-Cafés“, das in der zweiten Jahreshälfte in den Hallen der Recyclingbörse im Straßer Feld eröffnet. In Kooperation mit dem Netzwerk „Eigenarbeit“ in Aachen, dem der Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen seit über zehn Jahren angehört.

Nach Gutdünken soll jeder Interessierte ins „Repair-Café“ kommen können, um nach Anleitung und in guter Gesellschaft Dinge zu reparieren, die für den Müll viel zu schade wären. Und dabei neue Kontakte knüpfen. Das Augenmerk des Fördervereins liegt bei all seinem Tun auch auf Flüchtlingen, „weil Handwerk und Selbermachen auch eine ungeheuere integrative Wirkung haben“. Weitere Projekte, etwa eine Flüchtlingswerkstatt mit Werkwochen und Praktika sind fürs Klösterchen-Format „Weltkulturfenster“ in Vorbereitung der Menschen auf den Arbeitsmarkt bereits angedacht. Nur bürokratische Hürden seien noch zu nehmen, sagt Hammers.

Eröffnung ist um 11 Uhr

Doch zurück zum Familienfest, das in wohlgepflegter Kooperation des Fördervereins zusammen mit dem Nell-Breuning-Haus, dem Bildungswerk der KAB der Diözese Aachen und dem Regionalen Katholikenrat der Region Aachen-Land veranstaltet und wie immer von der AWA Abfallentsorgung unterstützt wird. Um 11 Uhr am Sonntag ist unter dem Motto „Made in Herzogenrath – Mach‘s – weil‘s so kein anderer kann!“ die offizielle Eröffnung. Bis 18 Uhr kann man sich dann an zahlreichen Infoständen tummeln. Um 11.15 Uhr beginnen diverse Workshops (siehe Infobox). Um 12 Uhr gibt es eine Tanzvorführung von Tanzpädagogin Bettina Lauber aus der Tanzstudio „Intakt“ im Klösterchen. Um 13 Uhr lädt die Straßer Initiative „Tellerrand“ zum Mittagstisch, um 15.30 Uhr lässt der Klösterchen-Projektchor „After-Eight“ unter Leitung von Hans Brandt von sich hören.

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