Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ehrt Jubilare

Von: mabie
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Ausgezeichnet: Ortsverbandsvorsitzender Michael Poick (r.) ehrte gemeinsam mit Marika Jungblut (2.v.r.) und Bruno Barth (4.v.r.) von den gastgebenden Naturfreunden in Merkstein die Jubilare der Industriegewerkschaft BAU. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Natürlich wurde es auch politisch bei den Jubilarehrungen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (BAU) im Naturfreundehaus in Merkstein. Schließlich stritten Gewerkschaften schon immer auch auf politischer Ebene für die Rechte der arbeitenden Menschen.

Da knüpften Marika Jungblut und Bruno Barth vom Vorstand der gastgebenden Naturfreunde auch an. Sie stellten einen Sketch der ZDF-Sendung „heute Show“ nach und brachten so plakativ das aktuelle Thema „TTIP“-Handelsabkommen in die Runde.

„Wir wollen uns nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben“, so Bruno Barth, der ebenso wie seine Mitstreiterin vor allem mehr Aufklärung bei diesem wichtigen internationalen Abkommen wünscht. „TTIP bedeutet auch lokal viele neue Vorschriften und kann durchaus auch lokales Recht aushebeln“, ergänzte Marika Jungblut. Damit gefährde TTIP „alles, was Gewerkschaften sich mühevoll erarbeitet haben“, schloss Barth.

Ortsverbandsvorsitzender Michael Poick freute sich, gleich 27 Jubilare ehren zu können, die mit insgesamt 930 Jahren Mitgliedschaft einen besonderen Eindruck in Sachen Solidarität hinterlassen. „Ihr habt Momente erlebt, in denen Ihr stolz wart auf Eure Gewerkschaft“, so Poick, „es gab aber auch Momente, da ward Ihr enttäuscht.“ Dennoch hätten die Geehrten trotz aller Höhen und Tiefen immer treu zur Gewerkschaft gestanden.

Bezirksvorsitzender Friedrich Feldmann, der wegen Urlaubs nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, ließ die Versammlung dennoch wissen, dass er stolz auf ihre langjährige Mitgliedschaft ist. „Unsere treuen Mitglieder sind seit vielen Jahren die Aktivposten gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Dumpinglöhne und miese Chefs“, schrieb er den Ausgezeichneten.

Der Trend zu Niedriglöhnen, die zum Leben nicht reichen, zu Teilzeitbeschäftigung und mangelndem Kündigungsschutz erfordere eine starke Gewerkschaft, so der Bezirkschef der IG BAU Aachen. „Die Jubilare sind echte Vorbilder für den Gewerkschaftsnachwuchs, denn sie haben über Jahrzehnte hinweg geholfen, das Tarifgefüge im Lot zu halten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern“, schloss Feldmann.

Die Geehrten aus Alsdorf, Baesweiler und Herzogenrath, die leider nicht alle an der Feier teilnehmen konnten: 25 Jahre: Leopold Beekhuis, Stefan Bosshammer, Christian Esser, Jürgen Friedrich, Hans-Peter Götting, Christian Grams, Michael Groll, Frank Kailus, Willi Körver, Christa Küppers, Güngör Özkul, Hiltrud Römers, Mario Salm und Dieter Thieg; 40 Jahre: Lothar Däsler, Friedhelm Frett, Klaus Gillessen, Adolf Havertz, Max Irouschek, Leo Leufgen und Andreas Schankweiler; 50 Jahre: Karl Bohn, Matthias Güldenberg, Christian Müller, Helmut Paeslack, Günter Schwarz und Willi Somrak.

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