Herzogenrath/Würselen - Individuell den Zugang zu Kunst und Kultur finden

Individuell den Zugang zu Kunst und Kultur finden

Von: red/ehg
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Würselen und Herzogenrath sind für das NRW-Projekt „Kulturrucksack” ausgewählt. Das Projekt dient dazu, individuell den Zugang zu Kunst und Kultur zu finden. Foto: imago

Herzogenrath/Würselen. Gute Nachrichten für die beiden Kommunen: Sie wurden ausgewählt und nehmen ab Januar 2013 am Landesprogramm „Kulturrucksack NRW” teil.

Das hat das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport entschieden. Damit gehören sie zu 130 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, die beim Projekt „Kulturrucksack NRW” mitmachen. Voraussetzung für eine Teilnahme daran ist, dass mindestens 3500 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren in einer Kommune leben. Ist das nicht gegeben, können mehre Kommunen im Verbund einen Antrag stellen. Da in Würselen zum Stichtag 30. Juni 2011 nur 1983 Kinder der besagten Altersgruppe lebten, wurde mit Herzogenrath (2267 Kinder) ein gemeinsamer Projektantrag gestellt.

Beworben haben sich die Städte mit ihrem Konzept „YouCult”, in dem Integration, Inklusion und die Gender-Thematik jugendgerecht aufgearbeitet werden soll. Erarbeitet in einer Arbeitsgruppe von Mitarbeitern der offenen Jugendarbeit der Kommunen, startet das Projekt mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung. Später gehört ein Jugendkultur-Bus zum Angebot, der die Erreichbarkeit der Treffpunkte sicherstellt. Angedacht ist eine Anbindung an den Bereich Kinder- und Jugendpflege/Kinder- und Jugendarbeit.

„Der ,Kulturrucksack NRW bietet Kindern und Jugendlichen ein kostenlose oder günstiges kulturelles Angebote direkt vor ihrer Haustür”, erläutert Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD). „Damit lädt er junge Menschen zur Teilhabe am kulturellen Leben ein, und verbindet und stärkt vor Ort bewährte Strukturen. Dies bringt uns unserem Ziel wieder ein Stück näher, Nordrhein-Westfalen zu einem Kinder- und Jugendkulturland zu machen.”

Die Ziele und Inhalte des Projektes und seine Anbindung decken sich in der Stadt Würselen insbesondere mit den Aussagen und Zielsetzungen des im Jahr 2011 ausgezeichneten „Kommunalen Gesamtkonzepts für kulturelle Bildung”. Im Rahmen des „Kulturrucksacks” können bereits heute Kinder und Jugendliche eine sogenannten Kultur-Card individuell gestalten und nach Hause bestellen. Mit ihr sollen Kinder besondere kulturelle Vergünstigungen in ihrer Heimatstadt erhalten. Dass sich die Projektkommunen an der Kultur-Card beteiligen, wird vom Ministerium gewünscht.

Das Land stellt für den „Kulturrucksack NRW” jährlich rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Kommunen werden mit 4,40 Euro pro Kind oder Jugendlicher im Alter von zehn bis 14 Jahren unterstützt, womit 8725 Euro auf Würselen und rund 9975 Euro auf Herzogenrath fallen.

Gerade für diese Altersgruppe gebe es bislang leider nur zu wenig Angebote, so Voigt-Küppers. Dies sei aber das Alter, in dem junge Menschen eigene kulturelle Vorstellungen entwickeln, experimentierfreudig sind und offen für neue Projekte. „Wir müssen das Potenzial und die Kreativität der Kinder und Jugendlichen gerade in dieser Lebensphase fördern.”

In Würselen sehen der Jugendhilfeausschuss sowie der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur die Teilnahme am Projekt positiv. „Es ist eine begrüßenswerte Initiative”, hofft SPD-Fraktionschef Stefan Mix, dass die Angebote auch angenommen werden. Jugendpfleger Hans Brings erläuterte auf Nachfrage im Ausschuss, dass die Inhalte mit den „Kunden” entwickelt werden. „Wir wollen Kultur ausprobieren”, gab er vor. Deshalb müsse erst noch ermittelt werden, was die Kinder wünschten.
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