„Inde River Jazzband”: Locker-flockig aus dem Stand

Von: Daniel Gerhards
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Dixieland-Musik, die begeister
Dixieland-Musik, die begeistert: Die „Inde River Jazzband” spielte beim Jazz-Café am Bergfoyer. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Das hatten die vielen Spaziergänger und Radfahrer, die in ihrer Freizeit im Carl-Alex-Park unterwegs waren, wohl nicht erwartet. Am roten Bergfoyer spielte gleich an der umgestalteten Zechen-Halde ein Jazz-Quintett auf.

Zu den zahlreichen Zuschauern, die eigens für die „Inde River Jazzband” gekommen waren, gesellten sich nun noch viele Passanten, die stehen blieben, um den Klängen im schönen Ambiente zu lauschen.

Die fünf Jazz-Musiker begeisterten das Publikum in ihrem Dixielandstil, dessen Klänge typischerweise mit dem Süden der USA assoziiert werden. Mit Trompete, Saxophon, Banjo, Kontrabass und Klarinette stimmten sie Klassiker wie „Bourbon Street Parade”, „Aint She Sweet” oder „All of me” an. Dabei besangen sie die Süd-Staaten-Metropole New Orleans.

Dabei haben die Musiker kein festes Programm, das sie abspulen. Sie lassen sich die Freiheit, auf das Publikum und die jeweilige Stimmung einzugehen. „Wir machen das locker-flockig aus dem Stand”, sagt Banjo-Spieler Fritz Meyer, „deshalb hören sich die Lieder auch immer ein bisschen anders an.”

Das ist auch für den Klarinettisten Johannes Flamm wichtig. „Wir sind natürlich nicht unvorbereitet, aber wir improvisieren ein bisschen und gehen auf das Publikum ein.”

Das „Jazz-Cafe” am Carl-Alexander-Park fand im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Baesweiler statt. Nicht nur die schöne Atmosphäre am ehemaligen Zechengelände bewegte die Organisatoren dazu, das Konzert dort durchzuführen.

„Damit wollen wir auch anderen Vereinen und Veranstaltern zeigen, dass man hier sehr gut kulturelle Veranstaltungen anbieten kann”, erklärte Bürgermeister Willi Linkens. So hoffe die Verwaltung auf Nachahmer, um den Carl-Alexander-Park weiterhin durch Veranstaltungen zu beleben.

„Mich freut sehr, dass die Leute das annehmen”, sagte Linkens mit Blick auf die vielen besetzen Stühle am Bergfoyer. Wer den Ausblick von der Halde genießen wollte, konnte das auch gleich tun.

Das Deutsche Rote Kreuz bietet an jedem ersten Samstag im Monat (während der Sommermonate) einen Fahrdienst bis zur Aussichtsplattform auf der Spitze des Abraumbergs an.

Zudem gab es am Rande des Auftritts der Jazz-Formation eine Naturführung mit der Biologin Uta Splettstößer. Dabei konnten die Kinder die heimische Flora und Fauna mit allen Sinnen genießen.
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