In Kohlscheid geht es ungezügelt los

Von: ch
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Wo wir sind, ist Stimmung! Mit Plastikgitarre und Dreigestirn ist die gute Laune in Kohlscheid kein Problem. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Wer einen Gegenentwurf zum umsatzträchtigen Hochleistungskarneval à la Köln oder Düsseldorf sucht: In Kohlscheid ist so etwas zu finden. Denn erstens können hier die Narrenherrscher – in diesem Jahr setzt sich das Dreigestirn aus Jungfrau Gundula, Prinz Josef X. und Bauer Kurt zusammen – und die Vereinsvertreter ihr jeckes Volk noch an sich binden. Und zweitens bleibt die närrische Freude am Spaß und bunten Treiben völlig ungezügelt.

Den Beweis lieferte jetzt der Rosenmontagszug durch den Herzogenrather Stadtteil. Hunderte von Karnevalisten säumten den Zugweg und huldigten den raderdollen Akteuren.

Rund 28 Wagen und Fußgruppen bildeten den närrischen Lindwurm, der auch 2015 wieder von Zugleiter Heiner Niessen reibungslos und routiniert koordiniert wurde. An der Spitze stand, gleich nach dem Führungsfahrzeug und den Musikern des Orchestervereins, erneut eine Gruppe von geistig Behinderten und ihren Betreuern aus dem Wilhelm-Rombach-Haus. Inklusion geht, gerade im Kohlscheider Karneval, ganz einfach.

Vieles geht im Karneval, zumindest op der Scheet. Da gibt es zum Beispiel eine mobile Küche, die im Zug mitrollt, samt Personal. Aktive und Freunde des Ballsport-Clubs (KBC) zeigten mit Kostümen in ihren Vereinsfarben, dass es bei der Liebe zu Schwarz und Gelb nicht zwangsläufig um Alemannia Aachen oder Borussia Dortmund gehen muss.

Alle waren sie wieder dabei, die dem Fastelovvend zwischen Klinkheide, Kämpchen und Rumpen Farbe und Witz geben, die „Scheeter Lappen“ wie die „Clowns vom Baggensplatz“ und viele andere mehr. Denn der Kohlscheider Karneval ist bunt. Und darum haben die Jecken am Wegesrand die Akteure auch begeistert gefeiert und ihnen mit zig „Alaaf“-Rufen zugejubelt.

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